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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Oktober 2017 | 13:30 Uhr

Blankenberg/Warin : Die Eiche bekommt mehr Raum

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Forstrevier Warin wächst ein junger Bestand der Traubeneiche heran.

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 16:42 Uhr

Der junge Eichenbestand ist eingezäunt. Sonst würden sich Wildtiere wie im Paradies fühlen und genüsslich das zarte Grün wegknabbern. Rund 14 000 kleine Traubeneichen sind vor mehreren Jahren
gepflanzt worden. Die Fichten, die hier noch stehen, haben
ihre Zeit hinter sich, sie kommen nach und nach heraus, so wie die Eichen mehr Licht brauchen. Diese vertragen nur in der Jugend etwas Schatten, das ist eine Lichtbaumart, erklärt Karsten Wulff, Leiter des Forstreviers Warin, das zwischen Blankenberg, Radebach, Neuklostersee und Nisbill liegt. Es umfasst 2368 Hektar Waldfläche, davon 1500 Hektar Landeseigentum.


Mischwald verkraftet einzelne Ausfälle


Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014. Ihr
Unterschied zur Stieleiche lässt sich vor allem an den Früchten erkennen. Diese sitzen als Büschel zusammen, meist drei, vier Eicheln, doch es können auch bis zu sieben sein. Die Stieleiche hat einen längeren Stiel, wie es ihr Name andeutet. Er trägt eine Frucht, seltener mal zwei. In Wulffs Revier hat die Eiche einen
Anteil von drei bis vier Prozent. Der soll größer werden, wie der von Laubbäumen insgesamt, wenngleich bei den durchschnittlich 15 Hektar Aufforstung pro Jahr auch
relativ viele Nadelbäume – Kiefern, Lärchen und Douglasien – vertreten sind.

Eine gesunde Mischung sei das Beste. „Wer auf eine Baumart setzt, spielt Hasard“, sagt der Forstfachmann. Wenn die unvermittelt und massiv von einer Krankheit oder Schädlingen befallen werde, helfe nur Kahlschlag und Wiederaufforstung. Ein Mischwald verkrafte einzelne Ausfälle eher, so wie derzeit das Eschentriebspitzensterben, eine Pilzkrankheit, für die kein Gegenmittel existiere. Das sei landesweit „ein echtes Problem“. Es werde um jeden Baum gekämpft, mancher erweise sich als widerstandsfähig genug, doch die Eschen würden
gegenwärtig „ein trauriges Schicksal“ erleiden, so Wulff.

Zum Glück habe er mehrere „klasse Mischbestände“ in seinem Revier, an der still gelegten Bahnlinie zum Beispiel die Eiche zwischen Buche, Birke, Aspe und Weide.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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