Traditionsveranstaltung : Der letzte große Start

Start der 1600-Meter-Distanz; der letzte Wettkampf nicht nur im Rahmen des 30. Wariner Langstreckenschwimmens. Es war auch das Finale unter die Traditionsveranstaltung in der Form. Ob und wie es weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Fotos: Roland Güttler
Start der 1600-Meter-Distanz; der letzte Wettkampf nicht nur im Rahmen des 30. Wariner Langstreckenschwimmens. Es war auch das Finale unter die Traditionsveranstaltung in der Form. Ob und wie es weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Fotos: Roland Güttler

DLRG-Ortsgruppe setzte mit dem 30. Langstreckenschwimmen im Großen Wariner See einen Schlusspunkt.

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02. August 2015, 17:44 Uhr

Das 30. Langstreckenschwimmen im Großen Wariner See ist Geschichte – und mithin die Traditionsveranstaltung in der Form auch. Die ausrichtende Ortsgruppe der DLRG Warin hatte bereits im Vorfeld verkündet, dass die Zahl 30 eine gute sei, um aufzuhören (SVZ berichtete).

Doch noch einmal sollte es am Samstag eine tolle, runde Sache werden – und wurde es. Auch der Wettergott spielte mit und hatte nach kühlen und regnerischen Tagen zuvor extra die Sonne vorbei geschickt.

Aber natürlich schwamm am Sonnabend bei der Jubiläumsauflage auch eine gehörige Portion Wehmut bei den vier Wettkampfstrecken von 250 Metern für die Jüngsten unter elf Jahre bis hin zum langen Kanten über die vier Kilometer mit. Die Wariner DLRG-Ortsgruppenvorsitzende Dietlind Schieweck hatte im Vorfeld im SVZ-Interview die Gründe erläutert, warum das 30. zugleich das letzte sei. Neben finanziellen sind es vor allem logistische (u.a. genügend Rettungsboote), die zu dem Entschluss geführt haben.

Doch es muss freilich noch nicht das definitive Ende dieser Traditionsveranstaltung gewesen sein mit dem ältesten Kinderschwimmen in Mecklenburg-Vorpommern. Von Beginn an war der Schwimmnachwuchs in die Veranstaltung eingebettet – einmalig in MV. In Wismar gibt es so etwas beim DLRG-Schwimmen z. B. erst seit neun Jahren.

Auch in Warin stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt. Und so gab es, auch am Rande des Jubiläums am Strand, bereits die eine oder andere Überlegung. Doch da ist natürlich noch nichts spruchreif…

Erst einmal wurde geschwommen. Und wie. Auf der abschließenden 1600-m-Strecke stürzten sich 106 Männer und Frauen – mehr oder minder schnell, je nach der Zielvorgabe – ins Wasser des diesmal glatten Großen Wariner Sees. Am Ende kam Tom Maron aus Bremen mit Riesenvorsprung nach 19:12 min im Ziel an. An Land wurde der Vorjahreszweite dafür entsprechend von seinen Wismarer Verwandten gefeiert. Er ist eigentlich einer von hier, hieß es dazu aus der Applaus-Schar. Doch wie bei vielen verschlug auch Maron die Arbeit gen Westen.

Als Letzter und 105. – dabei nicht minder von den Zuschauern beklatscht als der Sieger – stieg der 52-jährige Jörg Leminsi aus Divitz-Spoldershagen aus dem Wasser. Seine Zeit von 57:48 Minuten war nebensächlich. Dabei sein war alles für ihn. Freilich sahen dies die Sportler unter den Startern etwas anders. So schwamm der 25-jährige Rostocker Tom Richter bei seiner Wariner Premiere in 46:55 min gleich einen Streckenrekord über die 4000 Meter. Er war mal Leistungsschwimmer über die langen Freistilstrecken in Riesa. „Aber das ist lange, lange her“, so Richter.

Auf den Nachwuchsstrecken triumphierten mit dem neunjährigen Stralsunder Peter Ledovski sowie Lukas Milbrodt (12) aus Greifswald die Dauersieger. Letzterer feierte etwa Erfolg Nr. 5 bei seinem sechsten Start in Warin.

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