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5. Langen Brützer Glastage : Dem Gebrauchsglas der Vorfahren auf der Spur

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Am Sonntag konnten Glassammler in der Kulturscheune des Landhauses Bondzio in Langen Brütz nach Herzenslust stöbern und mit anderen Glassammlern fachsimpeln.

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erstellt am 15.Nov.2011 | 10:35 Uhr

Das war ganz nach seinem Geschmack: Am Sonntag konnte Hans-Olaf Koch nach Herzenslust stöbern und mit anderen Glassammlern fachsimpeln. In der Kulturscheune des Landhauses Bondzio in Langen Brütz hatten Sammler ihre Stände aufgebaut und eine Auswahl ihrer Stücke präsentiert. Die Börse, vom Verein Mecklenburger Waldglasmuseum veranstaltet, war Bestandteil der 5. Langen Brützer Glastage am Sonnabend und Sonntag.

Hans-Olaf Koch aus Flensburg war das fünfte Mal dabei. "Das Treffen hat einen sehr familiären Charakter, das gefällt mir", sagt der 68-Jährige. Und natürlich freue er sich, wenn andere Sammler an seinem Stand etwas entdecken, was ihnen gefällt. Er selbst hält Ausschau nach einem bestimmten Vorratsgefäß, einem so genannten Glashafen, der möglichst alt und aus grünem Waldglas sein soll. Seine Sammelleidenschaft entdeckte der Flensburger 1988. Der Bauingenieur stieß bei Kanalbauarbeiten, bei denen ein Graben durch eine Müllkippe ausgehoben werden musste, auf ein paar Scherben. "Ich habe sie mitgenommen, zu Hause gesäubert und war erstaunt, welch schöne Stücke ich dann in der Hand hatte", erinnert er sich. Und so fing er an, alte Bier- und Medizinflaschen, die unsere Vorfahren benutzt hatten, zusammenzutragen. Auf Flohmärkten hat er weitere Stücke hinzukauft, aber auch angeboten.

Zu Hause habe er mittlerweile 2500 Stücke aus Gebrauchs- bzw. Industrieglas - von kleinen Gefäßen bis zum 70-Liter Ballon. Sie sind in mehrere Räumen verteilt. Seine Frau dulde die Sammelleidenschaft ihres Mannes. "Ich möchte die Sammlung aber reduzieren", sagt Koch und meint: Das Interessante sei, dass man sich zwangsläufig mit der Geschichte näher beschäftigt.

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