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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. September 2017 | 04:05 Uhr

Wahl Miss Germany : Daumendrücken für Johanna aus MV

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Heute im Europapark Rust: 18-Jährige aus Wismar vertritt Mecklenburg-Vorpommern.

von
erstellt am 18.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Für Johanna Wilhelmine Nedel dürfte heute der bislang spannendste Tag in ihrem Leben werden. Die 18-Jährige aus Wismar, dort geboren, dann aber in Warin aufgewachsen, wo Eltern und Großeltern wohnen, vertritt Mecklenburg-Vorpommern bei der Wahl der Miss Germany im Europa-Park Rust.

Drei Wochen Vorbereitung mit umfangreichem Stylingprogramm sowie Fotoshootings auf der Kanareninsel Fuerteventura und im Europa-Park liegen hinter ihr und den 20 Mitbewerberinnen. Es in dieses Camp geschafft zu haben, sei für sie schon ein Riesenerfolg und „eine Erfahrung, die ich wohl nie wieder machen werde“, hatte die
junge Frau, die fest auf dem Boden geblieben ist, zuvor im SVZ-Gespräch gesagt.


Rückhalt von allen Seiten tut richtig gut


Ihr Freund Philipp Schröder, mit dem Johanna seit Juni vorigen Jahres in einer schönen Altbauwohnung zwischen Hafen und Markt in Wismar lebt, traut ihr aber durchaus die Krone der Miss Germany zu, wie er erst kürzlich am Telefon meinte. Beide haben sich auf dem Wariner Fußballplatz kennen gelernt. Der 27-jährige Zeitsoldat, der zuvor in Ventschow gewohnt hat, steht in der Landesliga-Mannschaft der TSG Warin im Tor. Er hatte seiner Freundin überhaupt zugeredet, an den Wettbewerben sowohl zur Miss Wismar als auch zur Miss MV, die sie dann beide gewann, teilzunehmen, sie „buchstäblich zu ihrem Glück zwingen müssen“. Aber unter der Bedingung, dass er sich an den beiden Misterwahlen beteiligt. Und Philipp Schröder wurde jeweils Zweiter, in Wismar denkbar knapp hinter dem Sieger.

Für das Vorbereitungscamp auf das heutige Event hat die 18-Jährige eine Woche Urlaub genommen. Sie absolviert ihr drittes Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement an der Hochschule Wismar. Die anderen beiden Wochen wäre Berufsschule gewesen, und die habe sie frei gestellt. Der Rückhalt, den sie von allen Seiten erfahre, tue ihr richtig gut, meint Johanna. „Ich hätte, wenn nötig, aber auch drei Wochen Urlaub genommen, denn so was macht man nur einmal im Leben.“

Wie die Miss-Germany-Wahl auch ausgeht, die 18-Jährige würde daraus gern mehr für sich machen und in die Modelbranche einsteigen. „Das wäre ein Traum.“ Im Büro wolle sie nicht ewig sitzen, sondern lieber einen ständigen Umgang mit Menschen haben, auch mit Kindern. „Wir sprechen zu Hause öfter darüber“, sagt die junge Frau in ihrer offenen, natürlichen Art und lächelt gewinnend.

Sie werde einfach abwarten, ob und wie viele Anfragen aus der Modelbranche kommen. Sich für die Fernsehsendung „Germanys next Topmodel“, die Johanna regelmäßig sieht, zu bewerben, könne sie sich allerdings überhaupt nicht vorstellen. Ihr sei aufgefallen, dass „erfolgreiche Models entdeckt wurden, zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren“ und nicht durch eine Castingshow dazu kamen. Wobei es in Großstädten ganz andere Möglichkeiten gebe. Sollte sich aus dem heutigen Abend nichts ansprechendes entwickeln, könne sie sich auch noch vorstellen, selbst Kontakt zu einer Modelagentur aufzunehmen.

Eine Miss Germany habe jedoch für eine Weile keine Zeit für den Beruf, sei aus Gesprächen herauszuhören. Schon die Miss Berlin sei nach ihrer Wahl jedes Wochenende unterwegs gewesen, hat die Wismarerin erfahren. Das sei ihr nicht so ergangen. Bei anderen Wettbewerben, etwa zur Miss Ostdeutschland, oder über soziale Netzwerke gebe es gelegentlich einen Austausch.


Lächeln aus bekanntem Gesicht hilft enorm


Die 18-Jährige sagt von sich, seit der Miss-Wahl im September in Wismar enorm an Sicherheit gewonnen zu haben. Das helfe im täglichen Leben, für den heutigen Wettbewerb sei es eine Voraussetzung. Denn die Ausstrahlung zähle mindestens genau so viel wie das Aussehen. Johanna freut sich deshalb umso mehr, dass Freund und Eltern im Publikum sitzen. „Wenn mich von dort jemand anlächelt, den ich kenne, fällt mir alles gleich leichter. Ich fühle mich wohler.“ Zumal ihr mit 18 Jahren die Erfahrung fehlt, die Mitbewerberinnen, die 20 und mehr Miss-Wahlen hinter sich haben, sammeln konnten. Doch ihr Freund glaubt fest an sie.

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