Brüel : „Dat gehürt tau Mökelbörg“

Für Kati Kirchmann ist es wichtig, sich ehrenamtlich einzubringen.
Für Kati Kirchmann ist es wichtig, sich ehrenamtlich einzubringen.

Beim Sternberger Heimatverein plattdeutsche Sprache erlernen: Kati Kirchmann liebt Platt und möchte ihre Freude daran weitergeben.

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11. August 2015, 22:41 Uhr

Der Sternberger Heimatverein möchte ab September Interessierten die Möglichkeit geben, die plattdeutsche Sprache zu erlernen. „Sie nicht nur verstehen, sondern auch sprechen können, ist unser Ziel“, sagt Anke Bittermann, Vorsitzende des Heimatvereins. Beim Neujahrsempfang sei Geschäftsinhaberin Andrea Sielaff auf sie zugekommen und habe dafür großes Interesse bekundet, sagt Bittermann.

Die Idee wolle man gern aufgreifen und mit Kati Kirchmann aus Brüel habe der Verein auch jemanden gefunden, der einen solchen Kurs gern übernimmt.

„Als die Anfrage kam, habe ich gesagt, das würde ich machen, das liegt mir“, sagt die Brüelerin. Obwohl Platt in ihrer Kindheit verpönt gewesen sei. „Ich bin in Witzin aufgewachsen. Mein Großvater sprach nur Platt, alle anderen Hochdeutsch. Ich konnte schon Platt, als ich in die Schule kam, und ich konnte auch Altdeutsch schreiben“, erinnert sie sich.

Zu DDR-Zeiten habe sie an der Brüeler Schule selbst einen Plattdeutsch-Zirkel gehabt und wirkt jetzt – nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben – u. a. ehrenamtlich in einer Jury mit, die die Besten in einem plattdeutschen Wettbewerb ermittelt. Für 2013/14 fand der in Schwerin und Stavenhagen statt und umfasste die Sparten Gedichte / freie Gespräche / Sketch und Gesang. Das habe ihr richtig Spaß gemacht, weshalb sie gern in der Jury weitermache. Die Mitglieder werden übrigens von der Landesbeauftragten für Niederdeutsch ausgewählt.

Auf Platt kann man Dinge sagen, die nicht so derb klingen wie im Hochdeutschen, zeigt sich Kati Kirchmann überzeugt. „Es gibt Wörter, die kann man im Hochdeutsch auch nicht ausdrücken. Platt, dat gehürt tau Mökelbörg“.

 
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