Entwicklung auf dem Land : Das Witziner Millionenprojekt

Witzins Kita-Leiterin Jana Ruder mit dem Bauzeichnungsentwurf in der Hand. Die Fensterfront (rechts) soll 2016 verschwinden und die äußere Begrenzung dann durch einen drei Meter breiten Wintergarten nach hinten versetzt werden.
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Witzins Kita-Leiterin Jana Ruder mit dem Bauzeichnungsentwurf in der Hand. Die Fensterfront (rechts) soll 2016 verschwinden und die äußere Begrenzung dann durch einen drei Meter breiten Wintergarten nach hinten versetzt werden.

Dorfgemeinschaftszentrum soll in mehreren Abschnitten umgebaut bzw. erweitert werden.

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11. November 2015, 08:00 Uhr

Die Witziner haben Großes vor – ein Millionenprojekt. Das am Feuerwehrgerätehaus gelegene Dorfgemeinschaftszentrum mit Gemeindesaal, der Kita „Weltentdecker“ vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Kreisverband Schwerin-Parchim, sowie der Skater-Halle soll um- und ausgebaut werden. Und zwar in drei Etappen, wenn denn die entsprechenden Fördermittel fließen. „Alles in allem“, so Bürgermeister Hans Hüller gegenüber SVZ, „geht es um 1,2 Millionen Euro. Dafür soll es eine Förderung von 65 Prozent auf Brutto geben. Den Rest von etwa 400 000 Euro müsste die Gemeinde stemmen. Das können wir nicht, dann wären wir pleite.“ Und so will Hüller versuchen, weitere Fördermöglichkeiten anzuzapfen.

Dabei ist das Projekt alles andere als eine Luftnummer. Beim Jury-Besuch zum 9. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ im September – Witzin wurde am Ende Dritter – bot man dem Landkreis an, dass die Kita von derzeit 30 auf 36 Plätze expandiert. Landkreis-Vertreter und Jugendhilfe sahen sich denn auch bereits vor Ort um.

Kita-Leiterin Jana Ruder hält in diesen Tagen einen Bauzeichnungsentwurf in den Händen. „Konkret ist vorgesehen, die Fensterfront auf der Gebäuderückseite wegzunehmen und dann an der Kita einen Wintergarten anzubauen, um so Platz zu schaffen für 36 Kinder“, betont Ruder. Bedarf besteht, denn bereits jetzt gibt es für sämtliche 36 Plätze Anmeldungen.

Einher gehen würde der Wintergarten-Anbau von drei Meter Breite u.a. mit der Errichtung einer neuen Heizungsanlage. Die alte funktioniert laut Hüller „über Schwerkraftrohre bei ganz normalen Heizkörpern dran. Das ist sehr ineffektiv.“ Gesamtkosten des Umbauprojektes: ca. 500 000 Euro.

Phase zwei: 2017 soll dann, so der Witziner Plan, der Gemeindesaal folgen. Dieser soll für 170 000 Euro laut Bürgermeister „in einen Multifunktionsraum mit verschiebbaren Wänden umgewandelt werden“. Parallel dazu ist dann ein Arztzimmer geplant. „Ich habe bereits mit Dr. Thomas Vagt (der Sternberger Allgemeinmediziner wohnt in Witzin – d. Red.) gesprochen, der würde an einem Tag der Woche Sprechstunde in Witzin halten.“ Zudem schwebt Hüller vor, an dem Tag dann in der Nähe einen Wochenmarkt zu veranstalten.

Im dritten Umbau-Abschnitt geht’s um die in die Jahre gekommene Skater-Halle. „Das kommt in den nächsten Jahren. Sie soll in eine Multifunktionshalle unter Führung der Skater verwandelt werden“, erklärt Hüller. Wie aus der Bauzeichnung hervorgeht, ist in Verlängerung des Kita-Wintergartens an der Skaterhalle u.a. ein Kraftraum geplant. Auch dieses Vorhaben würde um die 500 000 Euro verschlingen. Bürgermeister Hüller ist optimistisch, dass die Witziner das stemmen können…  

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