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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 14:25 Uhr

Für Kinder in Not : „Das ist uns eine Herzenssache“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Marika und Carsten Wendisch aus Hasenwinkel bringen schon das dritte Jahr Pakete für „Weihnachen im Schuhkarton“

svz.de von
erstellt am 14.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Noch bis heute können Geschenke für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Kinder in Not direkt bei Familie Jochmann in Slate, Hauptstraße 19a oder bei der SVZ in Sternberg, Am Markt 2, abgegeben werden. Wir leiten sie an Regina Jochmann weiter, die sich seit 2007 als Sammelstellenleiterin für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Kinder in Not engagiert und bei sich zu Hause jeden einzelnen Karton für den Weitertransport zu Kindern in den ärmsten Regionen der Welt aufbereitet. Denn für den Transport müssen strenge Zollbestimmungen beachtet werden. Informationen für eine Last-Minute-Aktion sind auf der Internetseite www.weihnachten-im-schuhkarton.org, erhältlich oder bei Regina Jochmann unter der Telefonnummer 03871/ 44 41 40.

35 Pakete wurden bisher in unserer Sternberger Redaktion abgegeben, alle liebevoll gefüllt, außen beklebt und mit einer Notiz versehen, ob das Weihnachtspaket für einen Jungen oder ein Mädchen sein soll und für welches Alter.

Die letzten beiden Pakete brachten am Montag Marika und Carsten Wendisch aus Hasenwinkel. „Das ist uns eine Herzenssache“, erklärte Marika Wendisch. Und ihr Mann setzte hinzu: „Ich habe schon so viel Elend gesehen.“ Das wollte die SVZ dann genauer wissen. „Ich bin 40 Jahre zur See gefahren, als Leitender Technischer Offizier“, erzählte Carsten Wendisch daraufhin. Bis er im letzten Jahr aufgehört habe, sei er so ziemlich überall auf der Welt gewesen, außer in der Antarktis. „Besonders schlimm ist das Elend der Kinder in Brasilien, vor allem in den Städten“, so der Vorruheständler. „Aber auch in Indien und in Afrika geht es vielen Kindern sehr schlecht.“ Deshalb finden er und seine Frau die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ auch so gut, schon das dritte Jahr machen sie dabei mit. „Das ist doch besser, als nur irgendwohin Geld zu überweisen, wo man nicht weiß, was damit passiert“, meinte der zweifache Großvater.

„Unsere siebenjährige Enkelin Jette hat uns am Wochenende ganz fleißig geholfen, die Pakete zu packen und zu bekleben“, berichtete Marika Wendisch stolz. So ist ein Paket für ein etwa siebenjähriges Mädchen, für das Jette eine warme Mütze, ein Einhorn-Plüschtier, wunderschöne Haarspangen sowie Mal- und Bastelzeug und etwas Süßes ausgesucht hat. Und für das sie vor allem noch extra Servietten betupft und eine Weihnachtskarte geschrieben hat.

Carsten Wendisch hat übrigens die Seefahrt keinen einzigen Tage vermisst, seitdem er im Vorruhestand ist. „Das macht heutzutage doch keinen Spaß mehr. Man ist kaum noch in Häfen und muss sich als Leitender Technischer Offizier um lauter bürokratischen Unsinn kümmern.“ Wie etwa um ein Bußgeld von 5000 Dollar, weil ein Mitglied seiner Crew in einem amerikanischen Hafen eine Bananenschale auf die Erde geworfen hatte.

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