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Sternberg : „Das Amt hat mir so viel Freude gemacht“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Gespräch mit Landesrapsblütenkönigin Mandy Haase über ihre Amtszeit, die in einer Woche endet.

von
erstellt am 25.Apr.2014 | 23:00 Uhr

Mandy Haase (vormals Nöring), Landesrapsblütenkönigin in Mecklenburg-Vorpommern, gibt heute in einer Woche ihre Krone ab. Auf dem 12. Landesrapsblütenfest, das die Sternberger und ihre Gäste vom 2. bis zum 4. Mai feiern, wird auch die neue Landesrapsblütenkönigin gewählt. Dr. Editha Weber sprach mit Mandy Haase über ihre Amtszeit.

Welche Eigenschaften muss eine junge Frau erfüllen, um Landesrapsblütenkönigin in Mecklenburg- Vorpommern zu werden?
Eine Landesrapsblütenkönigin sollte Liebe zur Natur empfinden und sich fachlich über den Rapsanbau in Mecklenburg-Vorpommern informieren. Sie hat die Chance, Menschen auf Messen und bei anderen Veranstaltungen von der Notwendigkeit des Anbaus nachwachsender Rohstoffe zu berichten. Um da kompetent antworten zu können, muss sie sich auskennen. Ich habe Fachberichte gelesen und mit vielen Landwirten gesprochen, die ja unser Landesrapsblütenfest in Sternberg nicht nur zum Feiern besuchen, sondern auch über ihre Arbeit sprechen. Zugleich sollte man Freude an der Repräsentation haben und gerne auf einer Bühne stehen.
Warum haben Sie sich 2013 um das Amt beworben und wie haben Sie sich vorbereitet?
2012 fand das Landesrapsblütenfest MV zum 10. Mal unter dem Motto „Geld ist das Land“ in Sternberg statt. Ich war schon bei vielen Festen als Gast anwesend, aber beim Zehnten wollte ich unbedingt Königin werden. Ich habe alles, was ich zum Thema Raps gefunden habe verschlungen, mich mit meinen Freunden beraten und dann allen Mut zusammen genommen, um mich zu bewerben. Und es hat geklappt! Das war ein tolles Gefühl, als mir die Krone aufgesetzt wurde. Dieses Amt hat mir so viel Freude gemacht. Ich habe nicht lange gezögert, als mich die Organisatoren vom Verein „Sternberg und Mehr“ fragten, ob ich noch ein weiteres Jahr amtieren wolle. Ich habe sofort zugesagt.
Was beinhaltet Ihre Amtszeit?
Als Landesrapsblütenkönigin verstehe ich mich als Botschafterin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und präsentierte Landwirtschaft sowie Tourismus dieses Bundeslandes. Meine Aufgabe beinhaltet, die Ölfrucht Nummer 1 in Deutschland den Verbrauchern vorzustellen, auf ihren Anbau und ihre vielseitige Nutzung aufmerksam zu machen und sie letztlich auch zu bewerben. Meine öffentlichen Auftritte auf der MeLa, der jährlich in Mühlengeez stattfindenden Landwirtschaftsausstellung, der Grünen Woche in Berlin und zahlreiche weitere Veranstaltungen bieten mir
Gelegenheit, mein Amt zu
erfüllen.
Wie wichtig ist der Rapsanbau in Ihrer Heimatregion?
Der Rapsanbau hat seit Jahren einen beträchtlichen Anteil in der Marktfruchtproduktion der Landwirtschaft. Für die Landwirte des Nordostens ist der Rapsanbau ein wichtiges Standbein ihrer Existenz. Im deutschlandweiten Vergleich liegt MV mit Raps an erster Stelle. Dass die gelb leuchtenden Felder jährlich Touristen anlocken, macht diese Frucht auch zu einem effektvollen Partner der Tourismusbranche. Das ist nicht zu unterschätzen, es verbindet Landwirte und Inhaber von Hotels, Pensionen und kulturellen Einrichtungen.
Was ist für Sie das Besondere am Raps? Haben Sie ein Lieblingsprodukt, das mit Rapsöl hergestellt wird?
Beschäftigt man sich näher mit der Rapspflanze, lassen sich ihre hervorragenden
Eigenschaften schnell erkennen. Im Ackerbau ist Raps von großer Bedeutung für die Fruchtfolge. Und in der Verarbeitung und Nutzung zeigt sich anschließend, wie gehaltvoll und vielseitig die Pflanze ist. So liefert sie das gesündeste Öl, das für die Verwendung und Zubereitung von Nahrungsmitteln bestens geeignet ist.

Seit einigen Jahren wird Raps ebenso als bedeutsamer Energieträger genutzt. Raps findet als Grundstoff in der Pharmazie Verwendung. Es gibt bereits ausgezeichnete Kosmetikerzeugnisse aus Raps. Auf diesem Sektor wird derzeit weiter intensiv geforscht. In den kommenden Jahren werden mit Sicherheit weitere auf der Basis von Rapsöl hergestellte Produkte folgen.
An welchen Moment Ihrer Amtszeit denken Sie besonders gerne zurück?
Der schönste Moment war die Wahl im Jahr 2012. Genauer der Augenblick der Bekanntgabe, dass ich die neue Landesrapsblütenkönigin wurde. Das war so emotional und schön gestaltet vom Verein „Sternberg und Mehr“, dass mir fast die Tränen kamen. Der Gang zur Bühne war mit wunderschöner Musik unterlegt und von einem kleinem Feuerwerk begleitet. Dazu hörte ich aufgeregt, wie das Publikum applaudierte. Ja, das war der schönste
Moment!
Welche Tipps geben Sie der kommenden Landesrapsblütenkönigin mit auf den Weg?
Landesrapsblütenkönigin zu sein, ist eine wunderbare und verantwortliche Aufgabe. Eine gute Vorbereitung auf das Amt ist von großer Wichtigkeit. Für ein Jahr ist die Königin die Repräsentantin des Landes MV. Und da das Fest unter dem Motto „Gelb ist das Land“ steht, sollte sie
ruhig im gelben Kleid mit der Sonne um die Wette strahlen. Aber das wird ihr sicher so leicht fallen wie mir, wenn es ihr so viel Spaß macht wie mir, auf der Bühne zu stehen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Haben Sie einen regionalen Rezepttipp mit Rapsöl?
Rapsöl verwende ich vielfach beim Backen und Braten. Besonders gerne nutze ich es, um Schafskäse zu verfeinern. Das ist ganz einfach. Schafskäse zerkleinern, zu kleinen Kugeln formen und einige Zeit kühl stellen.

Dann in klein geschnittenem Schnittlauch und Pfeffer, am besten eine Mischung aus schwarzem, weißem und rotem Pfeffer verwenden, wälzen. Die Gewürze ein wenig andrücken. Jetzt muss alles wieder ein paar Stunden kalt stehen. Die Schafskäsekugeln in ein verschließbares Glas geben, mit Rapsöl auffüllen und einen Tag lang kühl stellen. Das schmeckt wunderbar zu frisch gebackenem Brot.

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