Nach dem Tornado : Dankeschön-Party in Brüel

 

 

Ein Konzert für alle Helfer: Als Dank für die tatkräftige Unterstützung nach dem Tornado in Bützow tritt die ostdeutsche Kultband „Karussell“ auf.

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20. August 2015, 12:00 Uhr

Das Programm für die große Party morgen Abend auf der Festwiese an der Freiwilligen Feuerwehr Brüel ist komplett. Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern lädt ein, um den zahlreichen Helfern nach dem Tornado Anfang Mai in Bützow, Brüel und Umgebung Dankeschön für ihren Einsatz zu sagen. Willkommen ist natürlich jeder, ob er bei den Aufräumarbeiten dabei war oder nicht, betont Ostseewelle-Moderator Alex Stuth. Denn neben den Einsatzkräften seien „doch viele irgendwie beteiligt gewesen, haben Getränke gereicht, Kuchen gebacken oder einfach nur an die Helfer gedacht“. Der Eintritt ist für alle frei.

Ab 18 Uhr werden die Besucher auf der Festwiese erwartet, um 19 Uhr geht es los. Alex Stuth sorgt für den Warm up. Gut eine Stunde später steigt Innenminister Lorenz Caffier auf die Bühne, um den Helfern seinen persönlichen Dank auszusprechen. Für sie wird er auch ein Bierfass
anstechen, kündigt Stuth an. Das Freibier bleibe jedoch den ehrenamtlichen Einsatzkräften vorbehalten.

Apropos Bühne: „Wir hatten zuerst an einen Show-Truck gedacht, doch nun wird eine Bühne aufgebaut. Die ist riesengroß, 15 Meter breit und zehn Meter tief“, erklärt der Mann von der Ostseewelle. „Ich denke, in dem Ausmaß hat wohl noch nie eine in Brüel gestanden.“ Hier tritt ab 20.30 Uhr die Band „Karussell“ auf. „Sie spielt in Konzertlänge, also anderthalb Stunden“, freut sich der Moderator des Abends.

Ein Problem war, dass an dem Standort die Stromanschlüsse für die umfangreiche Technik nicht ausreichen. Deshalb springe das Technische Hilfswerk (THW) Rostock ein und stelle zwei starke Stromaggregate zur Verfügung, so Stuth.

Nach dem Karussell-Konzert gehe es weiter mit der Ostseewelle-Partyband „Skyline“ und DJ Alex Stuth. Dazwischen sei um 22.30 Uhr ein Höhenfeuerwerk vorgesehen, das vom Mühlenbach aus in die Luft geschossen werde. Ein Feuerwerker, der von der Dankeschön-Veranstaltung in Brüel erfahren hatte, habe von sich aus angeboten, dieses Farbspektakel in den nächtlichen Himmel zu zeichnen. So wie er würden auch die Künstler auf der Bühne keine Gage nehmen, sagt Stuth. „Wir haben überall großes Entgegenkommen gespürt. Das begann schon, als wir mit unserer Idee von der Dankeschön-Party nach Brüel gefahren sind. Die Stadt und ihr Bürgermeister sowie das Amt Sternberger Seenlandschaft haben uns von Anfang an unterstützt.“

Was Karussell betrifft, habe der Innenminister seine Verbindungen spielen lassen, denn er kenne Bandmitglieder persönlich, verrät der Ostseewelle-Moderator. Neben Karat, Puhdys, City oder Electra gehört Karussell zu den bekanntesten ostdeutschen Musikgruppen. Die meisten dürften den Titel „Als ich fortging“ im Ohr haben. Die Band entstand 1976 aus der Leipziger Amateurgruppe Fusion und ehemaligen Mitgliedern der kurz zuvor verbotenen Leipziger Band Renft. Musikalisch trat sie deren Erbe an, produzierte in Rundfunkstudios im Renft-Stil gehaltene Titel wie „Whisky“, „Lebe“ oder „Welt im Sand“ und brachte auch den Renft-Klassiker „Wer die Rose ehrt“ neu heraus. Nach mehr Tiefen als Höhen formierte sich die Band 2007 mit den einstigen Gründungsmitgliedern Wolf-Rüdiger Raschke am Keyboard und Reinhard Huth (Gesang, Gitarre) neu.

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