Eisenbahngeschichte : Dampflok-Gucken in Blankenberg

Generationentreffen der Lokomotiven auf dem Blankenberger Bahnhof beim Halt des fahrplanmäßigen RE 1 nach Rostock.
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Generationentreffen der Lokomotiven auf dem Blankenberger Bahnhof beim Halt des fahrplanmäßigen RE 1 nach Rostock.

An die hundert Schaulustige fanden sich am Samstagvormittag beim Betriebshalt des Sonderzuges Kiel – Putbus zur Wasseraufnahme ein.

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17. Mai 2015, 21:00 Uhr

Nicht nur Dampflok-Liebhaber zog es am Sonnabend zum Blankenberger Bahnhof, wo der Sonderzug Kiel – Putbus mit der historischen Lok 18 201 (siehe „Stichwort“) sowie den sieben ebenso geschichtsträchtigen Waggons einen betriebsbedingten Halt einlegte. Solch eine Dampflok muss Wasser bunkern – dazu bot sich Blankenberg an. Mit dabei war die Brüeler Feuerwehr, denn die alten Wassertürme an den Bahnhöfen sind Geschichte.

Und so bekam die Lok 18201 ihr H2O aus dem Feuerlöschteich nahe der ICE-Hauptstrecke. Anfangs freilich mit Problemen, da das Ringleitungssystem einen Defekt hatte. Also legten die Brüeler Kameraden die Schläuche über den Bahnübergang der B 192 bis zur Dampflok aus und mit einem Druck von fünf Bar klappte dann alles. Wehrführer Torsten Reiher hatte den besonderen Einsatz „als Ausbildung“ deklariert. Dessen Stellvertreter Mathias Ohms war ganz begeistert vom Sonderzug-Spektakel: „Wer weiß, ob man so was noch mal sieht!“

Um 10.12 Uhr verkündete der in Grevesmühlen wohnende Zugführer Jürgen Bühring kurz und bündig: „Haben genug“. Insgesamt ca. 17 000 Liter Wasser waren gebunkert, Auf der Rückfahrt am Samstagabend sollten nochmals 30 000 Liter hinzu kommen.

Derweil hatten an die hundert Schaulustige – viele waren mit ihren Kindern bzw. Enkeln zum Dampflok-Gucken gekommen – längst ihre besten Schnappschüsse gemacht. Nicht wenige wie die Penzinerin Anet Latzko und der Lebensgefährte ihrer Mutter, Rudolf Jankowski, hatten vom Sonderzug-Betriebshalt morgens in der SVZ gelesen und sich auf den Weg gemacht. Hobbyfotograf Fred Klammer aus Brüel war bei der Gelegenheit natürlich auch vor Ort.

PS: Auch die sieben Waggons waren etwas Besonderes. Sonderzug-Organisator Andreas Knaak (Chemnitz) setzte u.a. drei ein, die einst zwischen den DDR-Bezirksstädten (von Schwerin fuhr der „Petermännchen“) und Berlin verkehrten. Drei andere Waggons stammten vom NVA-Sonderzug…  

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