Thurow : Damit es Meise und Co. gut geht

Renate Reinbothe kann von ihrem Wintergarten aus die Vogelwelt im Garten beobachten. Dabei leistet ein Feldstecher gute Dienste. Zur Artenbestimmung schaut sie auch in Fachliteratur. Fotos: spöhr (2)
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Renate Reinbothe kann von ihrem Wintergarten aus die Vogelwelt im Garten beobachten. Dabei leistet ein Feldstecher gute Dienste. Zur Artenbestimmung schaut sie auch in Fachliteratur. Fotos: spöhr (2)

Auf Renate Reinbothes Grundstück fühlen sich viele Arten wohl.

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06. Januar 2016, 17:16 Uhr

Amseln, Spatzen und gleich drei Meisenarten – Kohl-, Blau- und Weidenmeise – tummelten sich gestern Vormittag im Garten von Renate Reinbothe in Thurow. Von morgen bis Sonntag findet zum sechsten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Renate Reinbothe, Jahrgang 1947, macht wieder mit. Als Lehrerin für Chemie und Biologie und in ihrer Zeit als Umweltpädagogin im Zukunftszentrum Mensch Natur-Technik-Wissenschaft in Nieklitz, wo sie sich hauptsächlich mit Bionik beschäftigt hatte, war die Botanik lange ihr Hobby. Aber auch Vogelkunde ist sehr interessant und „jetzt im Ruhestand habe ich Zeit dafür“.

Mit der alljährlichen Vogelzählung will der Nabu im Vergleich mit anderen Jahren Bestandszu- oder -abnahmen feststellen können. „Da mache ich natürlich mit, um zu sehen, was sich verändert und im Moment verändert sich viel auf der Welt“, sagt die Thurowerin.

Viele Vogelarten fühlen sich auf ihrem Grundstück wohl. An die 20 hat sie über das Jahr ausmachen können. Darunter auch Kernbeißer, Kleiber, Bunt- und Mittelspecht, Wacholderdrossel, Sperber, Feldstecher und Stieglitz. Letzterer bekommt in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit, ist er doch Vogel des Jahres 2016. Sein Bestand nimmt deutschlandweit stark ab. Der Finkenvogel liebt winterliche Futterstellen. Nach Angaben des Nabu wurden in Mecklenburg-Vorpommern bei der letzten Wintervogelzählung 184 Exemplare gemeldet, damit belegt er hierzulande nur Rang 34. Mehr „bunte Meter‘ aus samenreichen Wildblumen könnten helfen, dass sich die Stieglitz-Bestände vielleicht wieder erhöhen, bittet der Nabu, Naturfreunde aktiv etwas für die Artenvielfalt zu tun.

Damit sich der Stieglitz in ihrem Garten wohlfühlt, lässt Renate Reinbothe beispielsweise Wegwarte mit Samen vor ihren Fichten stehen und an Plätzen, wo es die Nachbarn nicht stört, auch Disteln. Sie hat viele Futterhäuschen aufgehängt und streut bei den jetzt frostigen Temperaturen zusätzlich mit Rapsöl versetzte Haferflocken auf den Boden.

 
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