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Museum frühlingsfein gemacht : Damit das Chrom wieder glänzt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Großer Arbeitseinsatz der Freunde historischer Fahrzeuge im Oldtimermuseum Groß Raden / „Anlassen“ am 1. Mai

Mit vereinten Kräften haben die Freunde historischer Fahrzeuge ihr Oldtimer-Museum in Groß Raden bei einem Arbeitseinsatz aus dem Winterschlaf erweckt und fit für die neue Saison gemacht. Sämtliche drei Stockwerke des ehemaligen Getreidespeichers an der Dorfstraße wurden nach Staub und Spinnweben durchforstet. Besen, Lappen und Staubsauger hatten Hochkonjunktur. Liebevoll wurden die betagten Fahrzeuge wieder auf Hochglanz gebracht und luftarme Reifen aufgepumpt.

Das Erdgeschoss ist historischen Automobilen gewidmet. Darunter findet sich zum Beispiel ein Brennabor aus dem Jahr 1925, von dem es weltweit nur noch drei Exemplare gibt. Gleich nebenan steht ein froschgrüner IFA F9, der bereits die Formensprache eines späteren DKW-Modells aus Westdeutschland vorwegnahm. Ein Blickfang ist auch der knallrote Wartburg Sportwagen 313-1 aus dem Jahr 1958. Diese Fahrzeuge müssen ihre Stammplätze In der Mitte der Ausstellungsfläche verlassen, um Platz für vier Trabants zu schaffen. Damit wollen die Oldtimerfreunde am 1. Mai ihr Museum offiziell eröffnen und hoffen auf viele Trabi-Fans.

Das erste Stockwerk ist für motorisierte Zweiräder reserviert. Etwa 80 gibt es dort zu bewundern, unter ihnen solche Raritäten wie eine BMW R 52 von 1928, eine alte MZ mit einem englischen Dieselmotor oder ein Cezeta-Motorroller von 1961. Das Dachgeschoss ist allein Fahrzeugen aus der ehemaligen DDR und dem Ostblockvorbehalten. Da kommt beim Betrachter Ehrfurcht auf, wenn er dort den Zweiradmodellen Putti, Wiesel, dem Stadtroller Berlin, dem Troll oder der kompletten Simson-Flotte gegenübersteht.

Die Freunde historischer Fahrzeige haben ihren Verein vor 15 Jahren gegründet und zählen aktuell 45 Mitglieder. Den Vorsitz hat seit zwei Jahren Wolfgang Jenßen inne. Der Einzugsbereich des Vereins erstreckt sich bis nach Güstrow. Pro Jahr werden im Oldtimermuseum bis zu 4000 Besucher gezählt. Die Eintrittskarte kostet drei Euro, Parkgebühren extra. Für Gruppen lassen sich Führungen vereinbaren. Am 25. Mai nimmt der Verein an der 20. Wariner Ausfahrt für historische Fahrzeuge teil. am 12. Juli ist eine Sommerfahrt nach Dresden geplant, wo die Sächsische Schweiz und ein Oldtimermuseum besucht werden soll.

Das Oldtimermuseum in Groß Raden ist nunmehr bis Ende Oktober wieder von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 11 bis 16 Uhr zugänglich. Offizielle Eröffnung ist am 1. Mai mit dem „Anlassen“, wobei eine Trabant-Sonderausstellung ihre Premiere feiert. Weitere Termine und Informationen finden sich im Internet unter der Adresse www.oldtimermuseum-grossrade.de

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