Neue Idee : Dabels Mühle als Trödelmarkt

Mühlenbesitzer Eckhart Döscher (r.) im Gespräch mit Besuchern. Fotos: Traudel Leske
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Mühlenbesitzer Eckhart Döscher (r.) im Gespräch mit Besuchern. Fotos: Traudel Leske

Brigitte Döscher hatte Verwandte und Bekannte zum ersten Haus-Trödelmarkt eingeladen und verwirklichte ihren Herzenswunsch.

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16. Januar 2018, 12:00 Uhr

Die Dabeler Mühlenmäuse hatten bestimmt ihre Freude an dem regen Treiben, das sich am Wochenende in ihrem Zuhause abspielte. Denn die Mühlenherrin Brigitte Döscher hatte sich nach etlichen Anläufen endlich ihren Herzenswunsch erfüllt. Sie hatte Verwandte, Bekannte und Freunde des Hauses angesprochen und zum ersten Haus-Trödelmarkt in die Galerie-Holländermühle am Rothen Strumpf in Dabel eingeladen. Soll heißen: Nicht jeder konnte kommen und seine Waren feilbieten. Eben nur Bekannte und Freunde.

In Vorbereitung auf den Haus-Trödelmarkt wurde gemeinsam mit ihrem Mann Eckhart der frühere Speicher neben der Mühle freigeräumt bzw. nach „Kostbarkeiten aus zweiter Hand“ durchstöbert. Und man staune, was da noch alles zu finden war: Möbel, Geschirr, Kleidungsstücke, Nippes, Spielzeug und andere Dinge mehr – die Suche war sehr ergiebig.

„Aus dem früheren Speicher soll jetzt ein kleines, ständiges Trödel-Lädchen entstehen“, so Brigitte Döscher. „Damit will ich mir einen Herzenswunsch erfüllen. Und die Räumlichkeiten eignen sich prima dafür.“ Es sei ein erster Versuch , so die Hausherrin. Doch künftig möchte sie die Aktivitäten in die wärmeren Monate verlegen. Im Winter sei es in der Mühle doch zu kalt. So dass man zum Aufwärmen immer wieder mal ins Haupthaus „auf einen heißen Tee“ wechseln musste.

Neben ihrem eigenen Stand hatten sich noch drei, vier Freunde in den Markt eingeklinkt. Dick eingemummelt in warme Sachen, harrten sie tapfer in der Kälte aus und warteten auf Besucher. Unter ihnen Uschi Leesch, die viele kleine Dinge im Angebot hatte. Auch Christel Czajkowski, eine Freundin des Hauses, hatte einen Stand eingerichtet. An dem sie zum Beispiel Modeschmuck und andere kunsthandwerkliche Arbeiten anbot.

An anderen Ständen konnte man aus Textilien auswählen oder modische Taschen und Schuhe finden. Eine Rarität aus dem Hause Döscher gab es auch noch: das Kinderbett, in dem Eckhart Döscher und dessen verstorbener Zwillingsbruder Fritz, der einstige Müller, gemeinsam genächtigt haben. Ebenso das alte Schaukelpferd aus Kindertagen. Und aus dem Döscherschen Haushalt war auch noch Kaffeegeschirr gut erhalten. „Auf die Idee mit dem Trödel-Lädchen bin ich gekommen, weil ich mir denke, dass das gut zu einer alten Mühle passt“, so Brigitte Döscher. „Deshalb habe ich mit meinem Mann angefangen, den Boden aufzuräumen. Und dann dort viele kleine Schätze zum Verhökern gefunden.“

Ab kommenden Februar – so ist jedenfalls der vorläufige Plan – soll das Trödel-Lädchen zweimal wöchentlich geöffnet werden: jeweils sonntags und mittwochs ab 10 Uhr bis 15 Uhr.

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