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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 00:28 Uhr

Langen Jarchow : Dabel souverän bei Amtsausscheid

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Amtswehrführer Olaf Schröder bescheinigt allen neun Mannschaften einen hohen Ausbildungsstand. Hinter dem Sieger wurde es ganz eng: Kobrow vor Brüel.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 18:03 Uhr

Vorn war alles klar: Die Freiwillige Feuerwehr Dabel schaffte beim Löschangriff nass mit 29,90 Sekunden die schnellste Zeit vor Zahrensorf-Langen Jarchow (32,00) und Wendorf (33,00). Damit ließ sie sich den Sieg in der Gesamtwertung nicht mehr nehmen. Den hätte nur noch ein grober Patzer verhindern können, denn schon zuvor beim Fragenkomplex, den Leinenverbindungen und beim Kuppeln von Saugleitungen waren die Dabeler ganz stark. So gewannen sie beim 19. Amtswehrtreffen im Amt Sternberger Seenlandschaft am Sonnabend auf dem Sportplatz in Langen Jarchow souverän mit fünf Punkten, verfehlten die Idealpunktzahl nur um Haaresbreite.


Kobrow und Brüel zwei Zehntelsekunden


In der Gesamtwertung geht es um die niedrigste Punktzahl, denn die setzt sich aus den Platzierungen bei allen vier Disziplinen zusammen. Hinter dem klaren Sieger ging es allerdings umso enger zu. Kobrow und Brüel lagen mitjeweils elf Zählern gleichauf. In diesem Fall entscheidet die Zeit vom Löschangriff, und hier waren die Kobrower mit 33,60 Sekunden um ca. zwei Wimpernschläge oder zwei Zehntel schneller als die Brüeler (33,80). Die drei Erstplatzierten erhielten Pokale und vertreten das Amt beim Verbandsfeuerwehrtag. Übrigens ging es hinter dem Dritten fast genauso knapp zu, denn Wendorf auf dem vierten Rang lag nur einen Punkt dahinter (12).

Aus den elf Wehren des Amtsbereiches traten neun Mannschaften an. „Damit liegen wir gut im Schnitt. Mal ist es eine mehr, mal eine weniger“, resümierte Amtswehrführer Olaf Schröder und freute sich über „die top Bedingungen“ ebenso wie über das „insgesamt gute Niveau“. Eher als kritisch bekannt, bescheinigte er allen Mannschaften einen
hohen Ausbildungsstand. Und vor allem auf den komme es an. „Sicher möchte jeder gut abschneiden. Dazu ist das ein Wettkampf, der zusätzlich motivieren soll. Da gibt es auch mal Unstimmigkeiten, die vernünftig geklärt werden müssen. Uns ist wichtig, dass richtig gemacht wird, was Feuerwehrleute beim Einsatz beherrschen müssen. Am Ende soll ein gerechtes Ergebnis stehen und wir wollen als Einheit vom Platz gehen. Denn beim Einsatz sind wir nur gemeinsam stark“, so Schröder.

Auch für die Sternberger bestehe kein Grund zur Traurigkeit. Sie hatten beim Löschangriff technische Probleme an der Pumpe. Ihre Tragkraftspritze (TS) sei für Einsätze ausgelegt, eigne sich weniger für solche Wettkämpfe, bei denen die Bedingungen etwas anders seien, klärte der stellvertretende Amtswehrführer Horst Reimers auf.

Der Löschangriff sei freilich „das Salz in der Suppe“, fügte Olaf Schröder an, doch die ersten drei Disziplinen halte er für „feuerwehrtechnisch anspruchsvoller“. Bei denen gehe es um Grundkenntnisse, „die da sein müssen“. So waren aus aktuellem Anlass unter den zehn Fragen zwei zum digitalen Funk. Jetzt seien alle Fahrzeuge umgerüstet, „doch wir sind, was den Umgang damit betrifft, noch in der Phase des Übens“, so Schröder.


Spaßpokal blieb bei den Gastgebern


Nach den vier Wettkampfdisziplinen kam wie immer auch der Spaß nicht zu kurz. Diesmal mussten jeweils drei Vertreter jeder Feuerwehr mit einem B- und zwei C-Strahlrohren auf Zeit einen Luftballon aufblasen, bis er platzte. Zahrensdorf-Langen Jarchow war am schnellsten, so dass dieser Pokal bei den Gastgebern blieb. „Na ja, wir haben ein bisschen geübt. Wir mussten doch ausprobieren, ob das überhaupt geht“, sagte Wehrführer Horst Rausch schmunzelnd. Und am Abend feierten die Mitglieder dieser Wehr mit ihren Gästen das 80-jährige Bestehen.

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