Karnevalstreffen : „Dabel hinein! Eisbein schön fett!“

Balance ist gefragt: Es war gar nicht so einfach,die riesigen, schweren Eisbeine zu den Tischen zu bekommen. Fotos: Traudel Leske
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Balance ist gefragt: Es war gar nicht so einfach,die riesigen, schweren Eisbeine zu den Tischen zu bekommen. Fotos: Traudel Leske

Der kultige Schlachtruf der Eisbein-Republik blieb nicht ungehört. Aus vielen hungrigen Kehlen ertönte er immer wieder durch den Saal

svz.de von
21. November 2017, 05:00 Uhr

Aus vielen Kehlen schallt es immer wieder im Dabeler „Haus Wildrose“: „Dabel hinein! Eisbein schön fett!“ Die Eisbein-Republik hatte wieder mal gerufen. Und alle waren gekommen. Alle – das waren Närrinnen und Narren befreundeter Vereine, die dem Ruf von Gastgeber Manfred Schliehe, Präsident des Karnevalsclubs Dabel (KCD), gefolgt und mit Prinzen und Prinzessinnen angereist waren, aus 13 Vereinen des Altkreises Parchim und dazu die Sülstorfer, die in der Vergangenheit als Gäste aus dem Nachbarkreis Ludwigslust teilgenommen hatten.

So konnten 132 Gäste aus Sternberg, Banzkow, Crivitz, Sukow, Suckow, Leezen, Sülstorf, Goldberg, Demen, Spornitz, Lübz, aus zwei Parchimer Vereinen und natürlich aus dem eigenen begrüßt werden. Dieses Treffen war aber kein gewöhnliches. Denn es stand ein Jubiläum an. Bereits zum 25. Mal hatte man sich zum gemeinsamen Eisbein-Essen verabredet. Und da sich die Gastgeber in all den Jahren reihum die Ehre gaben, kann man schon von einer
Tradition sprechen. Wobei Dabel bereits zum dritten Mal als Gastgeber auftrat.

Manfred Schliehe erzählte: „Gerhard Pingel war damals der Karnevals-Präsident von Parchim. Mit ihm trafen wir uns des öfteren. Und von ihm erfuhren wir auch, wie beliebt bei ihnen das Eisbein-Essen und Schwarzbiertrinken seien.“ Und so dauerte es auch gar nicht lange, da war die Idee des Eisbein-Essens geboren. „Wir organisieren jährlich gemeinsame Treffen“, so der Gedanke. Gedacht, getan. Die Eisbein-Republik wurde ausgerufen.

Die erste Zusammenkunft dieser Art fand in der Dabeler Gaststätte „Zur Eisenbahn“ statt. Der Staffelstab jedoch wurde jedes Jahr weitergereicht. Das hat bis heute an Beliebtheit gewonnen.

Willkommen geheißen wurden die Narren beim Jubiläumstreffen vom Dreiergestirn Manfred Schliehe (Präsi), Torsten Edlich (Zeremonienmeister) und Tilo Adjinski (Hofmarschall). Nach dem gemeinsamen Gesang und der Schunkelei gab es Auftritte von Funken- und Prinzengarde des KCD. Und zwischendurch immer wieder gemeinsame Gesänge und Tänze.

Und auch ein Novum wurde aus der Taufe gehoben. Wurden die Eisbein-Essen-Ausrichter bisher mit einem Orden bedacht, so gab es diesmal ein riesiges weißes Keramik-Sparschwein. „Orden haben wir schon genug“, hieß es dazu. Am Nachmittag gab es dann noch Ausschnitte aus dem aktuellen Karnevalsprogramm. Doch bevor es soweit war, kam es noch zum Höhepunkt des Treffens: dem Eisbein-Essen. Schmucke Mädchen, zum Teil in Karnevalskostümen, kamen mit Riesentellern, auf denen die strammen Schweineschenkel drapiert waren. Die Servierer hatten Mühe, die schweren „Geschütze“ zu halten und heil durch die Massen zu bugsieren. Doch am Ende war alles gut gegangen. Und die Gäste hatten auch großen Appetit mitgebracht.

„Unser Treffen soll neben dem Spaß auch dazu dienen, den Zusammenhalt unserer Vereine zu fördern. „Das war unsere eigentliche Grundidee. Und die haben wir auf alle Fälle verwirklicht“, so Schliehe.

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