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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 05:51 Uhr

Dabel : Dabel: Die Schule gehört ins Dorf

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Grundschule feierte ihren zehnten Geburtstag im neuen Gebäude mit einem bunten Programm. Gegenwärtig gehen 82 Kinder in vier Klassen.

von
erstellt am 31.Mai.2015 | 19:32 Uhr

Als im Mehrzweckraum die Zaubershow lief, war es woanders ausnahmsweise leer. Doch davor und danach herrschte überall reges Treiben. Die Grundschule Dabel feierte am Sonnabend ihren zehnten Geburtstag am Mattenstieg mit einem Tag der offenen Tür. Eingeleitet wurde der mit einem Programm, das alle vier Klassen vorbereitet hatten und Eltern, Großeltern wie weitere Besucher warm ums Herz werden ließ. Als ein Regenschauer niederging, wurde kurz unterbrochen.

In allen Räumen gab es vielfältige Angebote, bei Bedarf Informationen zu Schule und Unterricht, dazu an den Wänden der Flure Texte und Fotos. Eine Dokumentation, von Schulleiterin Ingelore Groß, Lehrerin Elisabeth Schönfeldt und Sekretärin Dorit Edlich zusammengetragen, ließ die zehn Jahre Revue passieren. Im Werkraum empfing Hannes Herrmann die Kinder, um mit ihnen, meist unterstützt von Papa oder Opa, aus vorgefertigten Teilen Nistkästen zu bauen. Die Mutter des Zehntklässers aus Dobbertin, der das Lübzer Gymnasium besucht, unterrichtet in Dabel. Und weil der Vater, der sonst bei solchen Gelegenheiten zur Stelle ist, keine Zeit hatte, sprang Hannes für ihn ein. Und seine Schwester Anne, die in die 8a des Gymnasiums geht, fertigte mit den Kleinen Windmühlen.

Antje Adjinski aus Hohen Pritz hat den Kuchenbasar organisiert. Tochter Chantal geht in die dritte Klasse, der sechsjährige Henning kommt demnächst zur Schule. Dass sich Eltern bei solcher Veranstaltung beteiligen, sei für sie klar. Das Geld vom Kuchenbasar fließe in die Klassenkasse, denn im nächsten Jahr stehe die Abschlussfahrt an.

So hätten viele geholfen, Eltern wie auch Dabeler, deren Kinder längst aus der Schule seien oder die hier das Einmaleins gelernt hätten, freute sich die Schulleiterin. Zu den Besuchern gehörten selbst Urlauber vom Borsteltreff. Eine ehemalige Lehrerin sei sehr interessiert gewesen.

Derzeit gehen 82 Kinder in vier Klassen und werden von fünf Lehrerinnen unterrichtet. Zum Englisch kommt dienstags und donnerstags eine Fachlehrerin aus Goldberg. „Wir haben vier modern eingerichtete Klassenräume“, sagt Ingelore Groß, seit 1991 Schulleiterin in Dabel. Hinzu kommen ein Computerraum, auch mit neuer Technik ausgestattet, und ein Werkraum. Die volle Halbtagsschule biete „sehr gute Lern- und Arbeitsbedingungen“, über die schon so mancher Besucher gestaunt habe.

Als die fünfte Klasse seinerzeit nach Sternberg wechselte, war das Gebäude in der Siedlung für die Grundschule zu groß. Es ist inzwischen abgerissen. Gegen manche Widerstände sei neu gebaut worden. „Wir haben viel unternommen, gemeinsam mit Eltern, dass die Schule im Ort bleibt. Die Gemeinde und die meisten Einwohner standen hinter uns. So ein Rückhalt ist schon wichtig“, findet Ingelore Groß. Und: „Die Schule gehört ins Dorf.“ Genau den gleichen Satz sagte wenig später Bürgermeister Herbert Rohde gegenüber SVZ. „Wir sind froh, dass wir die Schule haben. Sie zieht auch junge Familien mit Kindern an. Hätten wir anders entschieden, hätten wir einen Teil Leben aus Dabel weggeben und leer stehende Wohnungen.“ Die Gemeinde habe nochmals 100 000 Euro ausgegeben für Sportanlage, Ausbau der Schulspeisung und Spielplatz. Ingelore Groß hofft, dass die Dabeler Schule noch lange bestehen bleibt.






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