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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 12:22 Uhr

Schulvereinbarung : Da fehlen jetzt noch drei Gemeinden

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sternberger Amtschef Armin Taubenheim auf Ja-Tour. Borkow stimmt mehrheitlich der vertraglichen Regelung mit dem Landkreis zur KGS Sternberg zu.

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erstellt am 30.Mär.2017 | 05:38 Uhr

Sternbergs Bürgermeister Armin Taubenheim, zugleich Amtschef für die Stadt Brüel und zehn Gemeinden, befindet sich seit Wochen auf Ja-Tour in Sachen freiwillige Vereinbarung mit dem Landkreis zum Regionalen Bildungsgang an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sternberg. Dienstagabend weilte er auf der Gemeindevertretersitzung in Borkow, um dafür zu werben.

Knackpunkt ist die Finanzierung der Regionalschüler an der Verbundenen Regionalen Schule und Gymnasium, die von der Schulform eine KGS ist. Deren Träger ist laut Gesetz der Landkreis. Die Stadt Sternberg sowie die im Schulverband befindlichen Kommunen zahlen darum als einzige im Großkreis bisher nicht für ihre Regionalschüler. Das will die übergroße Kreistagsmehrheit nach dem Gleichheitsgrundsatz ändern. Laut Armin Taubenheim stimmten dem entsprechenden Beschluss lediglich vier Abgeordnete nicht zu.

Als SVZ die Thematik vergangenen Juni öffentlich machte – übrigens auch nach einer Gemeindevertretersitzung in Borkow – schlugen die Wellen im Seenland hoch. Armin Taubenheim hätte das Ganze „lieber noch unter der Decke gehalten“, wie er seinerzeit auf Nachfrage gegenüber unserer Redaktion erklärte.

In der Folge war man sich im Sternberger Amtsausschuss unter den Bürgermeistern einig. Da die Gesetzeslage eindeutig ist, gab es ein klares Nein zur Kreisofferte.

So sprachen sich die Borkower Abgeordneten am 4. August 2016 einstimmig gegen die freiwillige Vereinbarung aus. Vorgestern nun folgte Runde Nr. 2 – und jetzt warb der Amtschef nachdrücklich für ein Ja: „Wer den Schulstandort in der Form erhalten will, den kann ich nur bitten zuzustimmen.“ 2016 habe auch er nach dem Auftritt von Landrat Rolf Christiansen in Sternberg, wo dieser den Bürgermeistern der Region die Pistole auf die Brust gesetzt hatte, so argumentiert, „diese Vereinbarung schließen wir nicht“, bekannte Taubenheim.

In Parchim blieb man hart (SVZ berichtete) und signalisierte zudem unverhohlen, dass man ohne Vereinbarung auch die Sternberger Gesamtschule in der Form schließen könne. Allein wäre ein Gymnasium nicht zu halten, die geforderte Eingangsschülerzahl von 54 ist für Sternberg geradezu utopisch. Als KGS müssen es hingegen nur 57 Schüler im regionalen und gymnasialen Teil sein. „Die haben wir. 62 Schüler für die nächsten zehn Jahre sind garantiert“, so der Amtschef.

Nach längerer Diskussion stimmten in Borkow vier Abgeordnete für die Vereinbarung, bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung. Somit sind jetzt neun der zwölf amtsanhängigen Kommunen im Ja-Boot. Es fehlen noch Kloster Tempzin, Hohen Pritz und Blankenberg.  

 

 

 

 

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