Bibow : Bürgermeister findet 5000 Jahre altes Steinbeil

Historischer Fund: Bibows Bürgermeister Dettlef Lukat mit einem 5000 Jahre alten Steinbeil.
Historischer Fund: Bibows Bürgermeister Dettlef Lukat mit einem 5000 Jahre alten Steinbeil.

„Erst als ich mit der Egge zu Gange war, kam das Ding zutage.“

svz.de von
22. Februar 2016, 21:36 Uhr

Etwas ganz Besonderes hatte Bibows Bürgermeister Dettlef Lukat im Stoffbeutel beim Wariner Jahresempfang am Freitagabend dabei. Er wusste, dass Archäologe Dr. Frank Wietrzichowski auf dem Empfang im ehemaligen Wariner Kinosaal über seine Ausgrabungen berichtet, die er als Leiter mit seinem vierköpfigen Team im Herbst 2014 auf der Baustelle des neuen Wohngebiets am Großen Wariner See vornahm (SVZ berichtete).

Und so brachte Lukat auch einen Fund mit, um ihn vom Experten begutachten zu lassen. „Ist das was Seltenes?“, fragte er nach dem Jahresempfang den Experten. Der staatliche Ausgräber erkannte darin sofort „ein Steinbeil“. Dr. Wietrzichowski datierte dieses über den Daumen gepeilt auf „3000 bis 3500 Jahre vor der Zeitrechnung. Es gehört in die Zeit der Trichterbecherkultur“, so der in Wessin bei Crivitz wohnende Archäologe. Dabei sei „nicht der Fund als solches, sondern die Größe besonders“, so seine Einschätzung. Die Trichterbecherkultur (TBK) ist laut Wikipedia „eine archäologische Kultur der Jungsteinzeit und datiert in die Zeit etwa 4200 bis 2800 vor Christus.“ Unter anderem im nördlichen Mitteleuropa, handelt es sich dabei um die erste vom Ackerbau geprägte Kultur.

Beim Ackern, sprich beim Eggen, entdeckte Dettlef Lukat diesen Fund. Auf seinem Hof in Nisbill hatte der 58-Jährige Teile einer Fliederhecke entfernt. „Beim Rausreißen war noch nichts zu sehen, der Flieder wächst ja nicht so tief. Erst als ich mit der Egge zu Gange war, kam das Ding zutage“, so Lukat.

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