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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 04:59 Uhr

Brüel : Brüeler Trinkwasser ist sehr gut

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Gespräch mit dem Meister für Wasserversorgung im Brüeler Wasserwerk Gerald Streit über Qualität, Investitionen und Grenzwerte

von
erstellt am 05.Mär.2017 | 21:00 Uhr

907 Hausanschlüsse beliefert die mea Energieagentur MV GmbH, ein Unternehmen der Wemag-Gruppe, vom Brüeler Wasserwerk aus mit Trinkwasser – in Brüel, Keez, Thurow, Golchen sowie in der Gemeinde Weitendorf. Seit 1993 wurde in die Anlagen umfangreich investiert. Dazu gehörte auch die Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage im Jahr 2016. Redakteurin Roswitha Spöhr sprach mit Gerald Streit, Meister Wasserversorgung im Brüeler Wasserwerk.

Herr Streit, sind die Investitionen im Wasserwerk abgeschlossen?
Gerald Streit: Weitere Investitionen wird es im Rohrnetz, im Bereich der Grundwasserüberwachung und ggf. eines Brunnenbaus geben.
Wie SVZ wiederholt berichtete, hat die mea einen von drei Brunnen auf dem Gelände des Wasserwerkes im Herbst 2014 außer Betrieb genommen, weil im Roh-/Grundwasser eine Grenzwertüberschreitung bei dem Pflanzenschutzmittel Bentazon festgestellt wurde. Der im Januar gemessene Bentazonwert im Grundwasser eines weiteren Brunnens betrug 0,000073 Milligramm pro Liter. Der zulässige Höchstwert ist 0,00010 Milligramm. Besteht Gefahr, dass auch er in absehbarer Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht?
Damit ist der Brunnen 7 gemeint. Wenn man sich die monatlichen Analysen von 2014 bis jetzt anschaut, so können wir Schwankungen von kleiner als 0,000010 bis nahe dem Grenzwert feststellen. Der Durchschnittliche Wert liegt also bei 0,000051 mg/l, d.h. das Trinkwasser ist, hinsichtlich des Bentazongehaltes, in Ordnung. Eine Tendenz ist derzeit nicht zu erkennen, sodass wir nicht sagen können, wann Bentazonspuren nicht mehr nachgewiesen werden können. Fakt ist, es gibt keinen Eintrag mehr!
Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung in Brüel?
Mit unseren zwei Brunnen können wir problemlos die Trinkwasserversorgung sicher stellen. Im Sommer des letzten Jahres haben wir eine neue Aufbereitungsanlage, jetzt mit zwei Filterkesseln, fertiggestellt und in Betrieb genommen. Diese ermöglicht uns ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und sehr gute Trinkwasserqualität. Bentazoneliminierung ist damit nicht möglich. Dieses Problem ist ein Sonderfall und bedarf einer eigenen Technologie.

Welche nächsten Schritte sind geplant, um das „Wasserproblem“, wie es der Brüeler Bürgermeister in einem SVZ-Beitrag bezeichnet hat, zu lösen?
Wie gut ist die Qualität des Brüeler Trinkwassers?


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