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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 08:23 Uhr

Brüel : Brüeler Neuheiten vor Serienstart

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Freizeitmöbel-Hersteller erweitert die Produktion um eine supermoderne Tischserie und einen hochwertigen Gartenstapelstuhl aus Aluminium.

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 17:20 Uhr

Ganz entspannt auf der Terrasse oder im Straßenlokal sitzen und die Sonne genießen – bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Doch in der MFG Mecklenburger Freizeitmöbel GmbH Brüel entsteht längst die Ausstattung, die der Mensch dafür braucht. Schon seit Ende September vergangenen Jahres wurde die Produktion schrittweise hochgefahren. Jetzt läuft sie in beiden Werken größtenteils in zwei Schichten. Insgesamt sind jetzt ca. 75 Mitarbeiter beschäftigt, das Stammpersonal umfasst etwa 30.

Im Werk II, das im Gewerbegebiet an der B 104 errichtet wurde und in der ersten Jahreshälfte 2012 den Probebetrieb aufnahm, werden auf mittlerweile zwei Linien Freizeitmöbel in Großserien hergestellt. Die Palette reicht von so genannten Outdoor- oder Boulevardtischen über Stapelstühle aus Streckmetall bis zu Gestellen für Freizeitliegen im Saunabereich, am Pool oder im Garten. „Durch die Schweißrobotertechnik sind wir flexibel wie nie zuvor“, sagt Geschäftsführer Gerhard Diedrich. Werk II verfügt über zwei derartige Roboter, Werk I am Stadtrand, wo Serien in geringeren Stückzahlen produziert werden, über einen. Der Geschäftsführer rechnet für diese Saison mit etwa 120 000 Steh- und Garten- sowie fast 50 000 Campingtischen. Hinzu kommen diverse andere Artikel und Gartenmöbel.


Mehr als die Hälfte der Gestelle in Anthrazit


Anthrazit sei bei den Gestellen eindeutig der Renner geworden, sagt Diedrich. Mehr als die Hälfte der Brüeler Freizeitmöbel werde in dieser Farbe geliefert, dann komme Platin, ein Silber ähnlicher Ton, und mit noch größerem Abstand weiß, blau und grün. Braun, vor zehn bis 15 Jahren die Hauptfarbe, sei beinahe vom Markt verschwunden. Wenn es noch gelegentlich nachgefragt werde, dann vor allem aus Süddeutschland.

In diesen Tagen läuft die Serienproduktion der neu entwickelten Mec-Slim-Tischserie an. Mec stehe für Mecklenburg und Slim für die formschöne, extra dünne Outdoor-Tischplatte, erklärt Diedrich. Diese lasse sich abklappen, das Gestell aber bleibe stehen, was gerade im gewerblichen Gebrauch, etwa im Bistro und Café, gefragt sei. Denn so brauchten die Tische nicht ständig hin und her geräumt zu werden, ihre Platte sei dennoch vor Schmutz geschützt. Voll einklappbare Außentische müssten beiseite gestellt werden. „Eine kippbare Platte gibt es schon, aber nicht so. Wir haben unsere Idee Kunden vorgestellt, Interesse gefunden und die ersten Verträge geschlossen“, sagt Diedrich. Der supermoderne Tisch sei „patentrechtlich als Gebrauchsmuster geschützt“. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass jemand die
neuen Details „abkupfert“. Ein Patent könne nur für ein Produkt beantragt werden, das es vorher noch gar nicht gab.

Zweite Neuentwicklung ist ein hochwertiger Gartenstapelstuhl aus Aluminium mit einem wetterfesten Gewebebezug. Der gehe dieser Tage „nach einigen Schwierigkeiten“ in die Nullserie. „An unserem Schweißroboter hatten wir noch nicht mit Aluminium gearbeitet und das zunächst nicht richtig in den Griff bekommen“, so Diedrich. Inzwischen sei gemeinsam mit dem Hersteller der Technik eine technologische Lösung gefunden worden. Es gäbe nun eine Aluminiumapplikation für den Schweißroboter, der seit etwa zweieinhalb Jahren im Einsatz ist. Beide Neuentwicklungen erhielten das Tüv-GS-Siegel, das für geprüfte Sicherheit steht und an unauffälliger Stelle angebracht wird.

Jetzt hofft das Unternehmen auf ein zeitigeres Frühjahr als 2013, als der Winter partout nicht aufgeben wollte. So eine lange Kälteperiode könne selbst der schönste Sommer nicht vollends ausgleichen. „Wir produzieren im mittleren und höherwertigen Segment, und diese Freizeitmöbel werden von den Kunden vorwiegend im Frühjahr gekauft. Später fahren sie in Urlaub und brauchen dann kaum noch welche. Für uns ist ein gutes Frühjahr wichtig“, erklärt Diedrich. Der Sommer sei „fast wie Schlussverkauf“, lediglich Artikel für Camping und Caravans fänden noch guten Absatz.

Dass trotz des langen Winters eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr gelungen sei, freut den MFG-Geschäftsführer ganz besonders. „Besser kann es natürlich immer sein“, fügt er schmunzelnd hinzu und sehnt den Frühling herbei.

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