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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. September 2017 | 05:54 Uhr

Brüel : Brüel will Tempo 30 in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Stadtvertreter bringen Anträge zur Verkehrsberuhigung auf den Weg. Über Dorfstraße in Thurow berät erneut der Bauausschuss

von
erstellt am 04.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In der Straße Am Mühlenberg in Brüel steht aus der Stadt kommend jetzt ein Verkehrszeichen, das sie für motorisierte Fahrzeuge sperrt. Laut Bebauungsplan war die Straße, ohnehin eher ein breiter Gehweg, auch nur für Fußgänger und Radfahrer ausgelegt. Eine zweite Maßnahme wurde umgesetzt: Wie SVZ berichtete, kann die Schulstraße, eine Einbahnstraße, im zweispurig ausgebauten Abschnitt von der Schweriner Straße bis zum stadteigenen Parkplatz in beide Richtungen befahren werden. Was aber immer noch einige ignorieren würden, weil sie trotz Halteverbot ihr Auto vor der Apotheke parken, wie Torsten Lange auf der Brüeler Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend im Bürgerhaus erklärte.

Es gibt weitere Wünsche, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Bürgermeister Jürgen Goldberg nannte das Verkehrskonzept der Stadt, das es seit Jahren gibt. Der Bauausschuss hatte sich intensiv mit der Thematik beschäftigt und der Stadtvertretung sechs Maßnahmen vorgeschlagen: Dazu gehören Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h auf der B 192, der Sternberger Straße, ab Abzweig Schweriner Straße bis zur August-Bebel-Straße in Höhe Rathaus, auf 30 km/h im Weg zum Roten See und auf 70 km/h auf der Verbindungsstraße von der Keezer Schmiede bis Golchen und dann weiter bis nach Schönlage. Verkehrsberuhigt werden soll der Bereich Schmiedestraße, Mühlenberg, Vogelstangenberg, Schweriner Straße, Schulstraße und Alleeweg durch Einrichtung einer 30-km/h-Zone, in der dann auch Rechts- vor Linksverkehr gilt. Beim Baulastträger soll zudem beantragt werden, die Bedarfsampel in der Sternberger Straße in den Bereich des Pennymarktes zu versetzen. Und für Radfahrer sollte die Einbahnstraßenregelung in der Schulstraße aufgehoben werden. Wie Torsten Lange, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, dazu im Ausschuss erklärt hatte, könnte vielleicht einer der beiden Gehwege als Radweg ausgewiesen werden.

Einstimmig beschlossen die Stadtvertreter, die Umsetzung besagter Maßnahmen zu beantragen.

Mehr Sicherheit soll auch die Teileinziehung von Straßen bringen. Betroffen sind in Brüel Teilabschnitte der Schweriner Straße/Schmiedestraße bis Einbindung Weg zum Roten See sowie Schmiedestraße bis Einbindung Am Mühlenberg. Die Stadt möchte den Nutzerkreis auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen beschränken. Anlieger, Linien- und Lieferverkehr hätten weiterhin freie Fahrt (SVZ berichtete).

„Die ersten größeren Fahrzeuge sind in der Schmiedestraße bereits über den neuen Bürgersteig gefahren“, kritisierte der Bürgermeister. Was da passiere, sei zum Teil beängstigend.

Die Beschlussvorlage wurde einstimmig angenommen.

Eine Vorlage, den Antrag auf Teileinziehung der Dorfstraße in Thurow bis zur Gemeindegrenze Kloster Tempzin zu stellen, war kurzfristig in die Stadtvertretung gekommen, zuvor im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr thematisiert worden (SVZ berichtete).

Die Stadtvertretung habe seinerzeit den Bau einer Gülleanlage an diesem Standort einstimmig abgelehnt wegen der dortigen Verkehrssituation und „unserer Sorge um das Wasser“, so Jürgen Goldberg. „Der Antrag sollte noch einmal im Bauausschuss beraten werden, und ich möchte dazu auch die Verantwortlichen von Verkehrsbehörde und Bauamt einladen“, erklärte Lange. Maßgeblich für die Beurteilung zuständig sei die Verkehrsbehörde, deren Sicht sei bekannt, so Hans-Heinrich Erke, der sich für den Beschluss aussprach. „Was wollen wir erreichen?“, fragte Burkhard Liese. Fahrzeuge bekämen dann eine Ausnahmegenehmigung. Auch weil die Vorlage kurzfristig auf die Tagesordnung gekommen sei, würde er sie zurück in den Ausschuss verweisen.

Für den Antrag von Lange, dass die Vorlage noch einmal in den Ausschuss geht und zur Sitzung Bauamtsleiter und Verkehrsbehörde eingeladen werden, stimmten acht Stadtvertreter, zwei dagegen. Auf der nächsten Stadtvertretersitzung soll dann darüber entschieden werden.

 

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