Brüel : „Brüel blüht auf“ wird angepackt

Als Bauer Korl den Heintje-Schlager „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ anstimmte, schaukelten alle mit. Fotos: roswitha spöhr
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Als Bauer Korl den Heintje-Schlager „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ anstimmte, schaukelten alle mit. Fotos: roswitha spöhr

Verein für Regionalentwicklung Brüel – Sternberger Seenland stellte sich auf Frauentagsveranstaltung vor: Publikum unterstützt Ideen

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09. März 2016, 12:30 Uhr

Viertklässler der Brüeler Grundschule sangen von „Amsel, Drossel, Fink und Star“, von „Blaukarierten und Rotgefleckten“ im Lied vom Anderssein und erzählten in Versen von ihren fleißigen Muttis. Als die Mädchen und Jungen um Klassenlehrerin Sandra Sulkowski dann den Song „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, aus „Das Dschungelbuch“ anstimmten, war auch das Publikum nicht mehr zu halten und klatschte begeistert mit.

Der im April 2015 gegründete Verein für Regionalentwickung Brüel – Sternberger Seenland e. V. wollte sich öffentlich vorstellen und hatte dafür eine etwas andere Form gewählt: eine Frauentagsfeier im Brüeler Rathaussaal.

„Brüel hat etwas zu bieten“, verwies Vereinsvorsitzender Björn Bick in seiner Begrüßung auf die Kinder und ihren gelungenen Auftritt. Brüel habe etwas zu bieten, hätten sich vor einem Jahr auch Christine Klingohr, Torsten Lange, Edith Kiwitt, Helmut Schwertner, Dagmar Laugwitz, Bernd Pilz und er gedacht und sich gefragt, wie man den Brüeler Schwung nutzen und dafür sorgen könne, dass hier noch ein bisschen mehr passiere. Bick nannte die Umstellung der Straßenlampen auf Energie- und Geld sparende LED-Technik oder die Problematik der in Brüel fehlenden Kindergartenplätze, deren Vorhandensein aber zu einer guten Infrastruktur gehöre.

„Wir wollen Anlaufpunkt werden, wenn es um Fördermittel geht. Wir wollen Hilfestellung leisten für diejenigen, die sie brauchen. Wir haben viele Ideen, aber wir brauchen Unterstützung“, ermunterte er die Frauen im Saal, mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen. „Ziel unseres Vereins ist es, unsere Region zu fördern“, so Bick.

Ihre Wurzeln in Brüel, in der Grundschule, haben auch Kim (16) und Kyra (13) Sulkowski. Die Schwestern lernen inzwischen erfolgreich am Schweriner Musikgymnasium. Auf der Frauentagsfeier spielten sie auf der Gitarre u. a. eine Serenade von Jose Ferrer. Und natürlich kam auch Bauer Korl zum Gratulieren. Seine Anregung, „unter dem Motto: ,Brüel blüht auf‘ und meiner Anleitung viele Blumen zu pflanzen und bei denen, die nicht mitmachen, die meisten“, wurde in den nachfolgenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen in Teilen gleich aufgegriffen, wie Björn Bick gestern gegenüber SVZ erklärte.

„Wir wollen beginnend in der Schweriner Straße in den Eingangsbereichen Pflanzkübel aufstellen und brauchen dafür Patenschaften. Wer mitmachen möchte, kann sich auf dem Golchener Hof unter Telefon 038483/ 292 80 anmelden. Wir als Verein stimmen uns dann darüber mit dem Brüeler Umweltausschuss ab“, so Bick. Unterstützen will der Verein für Regionalentwickung Brüel – Sternberger Seenland ebenso den Brüeler Schulförderverein. „Der möchte eine Netzschaukel aufstellen. Wir wollen bei der Herstellung des Fundaments helfen“, kündigte er an.

Die Frauentagsfeier wolle der Verein im nächsten Jahr wiederholen. „Das war ein guter Anfang. Es hat viele Gespräche gegeben“.

„Die Idee, sich als Verein in einer solch lockeren Veranstaltung vorzustellen, finde ich sehr gut“, meinte Annelie Reinecke. Auf einer großen traue sich mancher gar nicht, etwas zu sagen. „Es gibt viele Vereine, wenn die Arbeit verteilt ist, geht es leichter“. Brigitte Brandt pflichtete bei: „Wir wollen alle, dass Brüel schöner wird. Einer alleine schafft das nicht“.

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