Brüel : Breites Sortiment und Service dazu

Geschäftsinhaber Stefan Westphal mit seinen Mitarbeitern Florian Kretschmer, Michael Müller und dem Auszubildenden Frederic Zschimmer (v.r.).  Fotos: Rüdiger Rump
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Geschäftsinhaber Stefan Westphal mit seinen Mitarbeitern Florian Kretschmer, Michael Müller und dem Auszubildenden Frederic Zschimmer (v.r.). Fotos: Rüdiger Rump

EP: Westphal in Brüel erhielt eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer für das 25-jährige Bestehen. Gleichzeitig wurde Geschäftserweiterung gefeiert.

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02. Juni 2015, 21:28 Uhr

Das Geschäft mit dem grün-schwarzen Logo in der Schweriner Straße ist nun ca. doppelt so lang. Daher hatte EP: Westphal am Montag auch doppelten Grund zum Feiern – das 25-jährige Geschäftsjubiläum, das die Handwerkskammer Schwerin mit einer Ehrenurkunde anerkannte, und dazu punktgenau die Eröffnung zusätzlicher Verkaufsfläche, die mit einer Erweiterung des Sortiments einhergeht.

Die vorherigen Schlecker-Räume gehören nach einem Wanddurchbruch zu dem Elektronik-Fachgeschäft. So genannte weiße Ware wie Waschmaschinen und Kühlschränke finden hier mehr Platz und können besser präsentiert werden. Neu sind Lampen, Bohrmaschinen und Zubehör. EP: Westphal macht auch Neuverträge mit Mobilfunk- oder Festnetzbetreibern und erstellt Versicherungsgutachten.

Gründer Hans-Joachim Westphal und Sohn Stefan, inzwischen 16 Jahre in dem Geschäft und seit drei Jahren der Chef, legen großen Wert auf ein breites Sortiment und den Service dazu. Immer wieder werde behauptet, Reparaturen von Elektronikgeräten lohnen sich nicht, „allerdings nur von denen, die dafür nicht ausgebildet sind“, sagt Westphal senior. Doch vieles lasse sich durchaus reparieren, ist er überzeugt, und das auch preiswert. „Dazu muss man juckig sein, mit dem Kopf förmlich in der Technik drinstecken und nachempfinden, wie sie aufgebaut ist und funktioniert.“ Ebenso wichtig sei, ständig am Ball zu bleiben, „die Schnelllebigkeit zu fassen zu kriegen“ und neues Wissen aufzunehmen, sonst könne rasch der Anschluss verloren gehen.

Hans-Joachim Westphal, Jahrgang 1953, von der Schiffselektronik gekommen, Fernsehmonteur gelernt und Handwerksmeister geworden als Alternative zum Ingenieurstudium, fünf Jahre lang nach Feierabend, nutzte 1990 die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen, fing mit Fernsehern, Satelliten-Antennen, Hifi und Telefonen an. Computer steckten noch in den Anfängen. Es sei kaum noch vorstellbar, wie das vorher gegangen sei. „Die Technik bringt uns Menschen voran. Sie wird manchmal verteufelt, aber es ist Wahnsinn, das mitzuerleben“, sagt der (fast) 62-Jährige. Es müsse nur richtig damit umgegangen werden, „gut dosiert“. Für die jungen Leute in der Branche sei das „ein Traumberuf“. Die rechtzeitige Übergabe des Geschäftes an den Sohn habe auch
irgendwie damit zu tun.

Der Betrieb, über Brüel hinaus bekannt, sei ein Beispiel, wie sich im Handwerk Tradition und Moderne verbinden, sagt Manfred Marschand von der Schweriner Kammer anerkennend. „Westphal steht für Innovation und hat die IT-Entwicklung in der Region mit geprägt.“

Der jetzige Chef Stefan Westphal freut sich auch über die große Zustimmung zur Erweiterung des Geschäftes. Den Um- und Ausbau innerhalb von sieben Wochen hätten Freunde und Bekannte tatkräftig unterstützt. „Sie haben Hilfe angeboten und ich habe sie gern angenommen. Es war ein schönes Gefühl zu merken, dass Geld nicht alles ist“, so der junge Chef, in Kürze 38.

EP: Westphal konzentriert sich wieder auf das Geschäft in Brüel. Ein großer Anteil entfalle auf die Reparatur moderner Technik, „alles, was über die Steckdose läuft“, vom Wasserkocher bis zur Waschmaschine, sowie zunehmend Smartphones und Tabletts. Die Fahrzeuge seien im Umkreis von zig Kilometern unterwegs. Und einer von zwei Auszubildenden in MV, die Informationselektroniker für Geräte- und Systemtechnik werden, erlerne sein Handwerk in Brüel. Freundlichkeit und Fachwissen gehörten einfach zusammen, sagt Stefan Westphal und blickt erwartungsvoll weiteren 25 Geschäftsjahren entgegen.

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