Brüel : Botschaften an bunten Luftballons

Apostelgeschichte: Friederike Strothmann vom Kirchengemeinderat Brüel (r.) und die Sternberger Pastorin Katrin Teuber.
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Apostelgeschichte: Friederike Strothmann vom Kirchengemeinderat Brüel (r.) und die Sternberger Pastorin Katrin Teuber.

Teilnehmer von Sternberg bis Warin und Neukloster feiern den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Roten See in Brüel.

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25. Mai 2017, 21:00 Uhr

Anfangs die schon obligatorische Frage, woher die Teilnehmer kommen. Ob Pastor Rupert Günther Schröder Sternberg, Warin, Neukloster oder zum Schluss Brüel aufruft, jedes Mal gehen viele Hände hoch. Von noch weiter her sind es weniger. Seit Jahren feiern die Kirchengemeinden der Region den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt im Freien am Roten See. Bei der Frage, wie lange schon genau, zuckt Friederike Strothmann vom Brüeler Kirchengemeinderat mit den Schultern. Das wisse sie wirklich nicht.

Dass die Blockhütte am Roten See nach dem Pächterwechsel noch nicht wieder geöffnet ist (wir berichteten) und daher nach dem Gottesdienst keine gastronomische Versorgung erfolgt, macht sich bemerkbar. „Es sind doch weniger gekommen als sonst“, stellt die Sternberger Pastorin Katrin Teuber, kürzlich als neue Regionalpastorin gewählt, fest. Vereinzelt hatte es sogar die Überlegung gegeben, diesen Gottesdienst ausnahmsweise an einen anderen Ort zu verlegen, doch davon wurde schnell Abstand genommen und stattdessen darum gebeten mitzubringen, was für ein gemeinsames Picknick benötigt wird. Es gebe keinen besseren Platz als den oberhalb des Roten Sees. Das große Holzkreuz dort ist wieder mit Blumen hübsch geschmückt. Es wird gemeinsam gesungen und gebetet. Der Brüeler Kirchenchor singt das Lied „Geh aus mein Herz und such Freud“. Jeder ist aufgefordert, mit seiner Stimme dazu beizutragen. Dieser wie auch andere Texte sind vorher ausgegeben worden. Bei dem Gesang wird die Kollekte
gesammelt, die für regionale Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit gedacht ist. Instrumental begleitet die Wariner Kirchenband die Veranstaltung.

„Himmel auf Erden“ steht über dem Gottesdienst. Erst als Jesus weg war, sei er in die Herzen aufgenommen worden. Bleib doch, heißt es in der Predigt, die sich die Pastoren Andreas Kunert aus Warin, Jens Krause aus Neukloster und Rupert Günther Schröder aus Brüel untereinander aufgeteilt haben. Letzterer wartet noch mit einer Überraschung auf. Er hat Zettel vorbereitet und verteilt sie samt Stiften. Die Teilnehmer mögen darauf eine kleine Botschaft zu Gottesbild schreiben oder malen. Das könnte ein kurzer Text oder ein Gedicht sein, ein Gebet oder – wer möchte – ein kleines Kunstwerk aus eigener Hand. Die Zettel werden an den bunten Luftballons befestigt, die schon die ganze Zeit im Wind tanzten. Dann steigen sie, von Freude und Staunen begleitet, in den Himmel.

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