zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 22:41 Uhr

Schweriner Wassersport : Bootsverleiher hoffen auf Sonne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach regnerischen Tagen im Mai und Juni setzen die Vermieter an den Schweriner Seen auf viele Kunden in den Sommerferien

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 23:36 Uhr

„Die Stadt hat viel Wasser und wenig Geld“, erzählt Stadtführer Dietrich Felske auf seinem Rundgang durch Schwerin. Die zahlreichen Seen und Möglichkeiten zum Baden, Tauchen und Bootfahren nutzen nicht nur die Einheimischen. „Zu mir kommen hauptsächlich Schweriner und Tagestouristen“, berichtet Uwe Meitzner, der einen Bootsverleih am Schweriner Ziegelinnensee betreibt. „Besonders wenn die Sonne scheint, ist hier natürlich viel los und ich habe gut zu tun.“ Dann sei der komplette Hafen leer, alle Boote auf dem Wasser. Die Besucher tauchen, baden und angeln.

Seit zehn Jahren leitet Meitzner den Bootsverleih. Bei ihm können 18 Tretboote, darunter zwei Schwäne, und acht Motorboote sowie ein Ponton-Boot gemietet werden. „Wer nicht aufs Wasser möchte, kann den Seeblick von der Terrasse aus bei Kaffee, Kuchen oder einem Eis genießen.“ Zudem bietet der 44-Jährige eine Anlegestelle für zwei bis fünf private Boote.

Von Juni bis August und je nach Wetterlage auch im Mai und September verleiht Uwe Meitzner seine Boote. Doch schlechtes Wetter gibt es auch in den Sommermonaten. Und dann? „Ich räume auf, repariere, es gibt immer was zu tun“, so der gelernte Berufstaucher. „Bei solchen Schauern wie in den vergangenen Wochen muss ich zudem alle zwei Stunden die Boote leerpumpen.“ Doch nicht nur der Regen bereitet Uwe Meitzner Kopfzerbrechen. „Ich habe wenig Laufkundschaft und leider auch wenig Urlauber, die länger in Schwerin bleiben“, beklagt er.

Genau auf diese Touristen setzt Stefan Gerth mit seinem „Cosy-Hausboot“. Der gebürtige Schweriner vermietet das Domizil auf dem Wasser mit Platz für vier Personen, fließendem Wasser, Toilette und Dachterrasse zum ersten Mal in seiner Heimatstadt. „Es läuft bisher sehr gut“, so Gerth. „Der Regen hat uns zwar einige spontane Gäste gekostet, aber ab Sonntag sind wir vier Wochen am Stück ausgebucht.“

Auch am Lankower See wird auf Sonnenschein, besonders in den Ferien, gehofft. „Dann kommen hoffentlich mehr Gäste“, erzählt Betreiberin Annemarie Grochau. „Bei Regen bleiben die natürlich zu Hause.“ Sie verleiht von Mai bis September sechs Ruder- und drei Tretboote am Südufer des Lankower Sees.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen