Groß Raden : „Blutiges Gold“ & Mittelaltertreffs

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Bewährtes Programm im Slawenmuseum: Erneut 14-tägiges Winterferienprogramm. Abendführungen wurden auf den Donnerstag verlegt.

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15. Januar 2018, 20:45 Uhr

„Die Sonderausstellung ist das Highlight in diesem Jahr“, verkündet Museumsleiterin Heike Pilz vom Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden. Noch bis 10. September ist „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ im Hauptgebäude zu sehen. Hierbei wird die Geschichte einer Schlacht im Tollensetal von ca. 3200 Jahren widergespiegelt. Die Ausstellung soll vor allem auch Schulklassen ansprechen, die laut der Museumschefin davon auch immer mehr Gebrauch machen. Heike Pilz sieht denn auch in den Führungen durch die in der Tat spektakuläre Ausstellung ihre wichtigste Aufgabe.

Dabei bildet Groß Raden auch das „Versuchsobjekt“ für das künftige Archäologische Landesmuseum in Rostock. Mit der Ausstellung „Blutiges Gold“ sowie die konzeptionelle Umsetzung wolle man laut Heike Pilz auch herausfinden: „Wie reagiert das Publikum; wie muss was präsentiert werden, was interessiert die Leute?“

Neben der Sonderschau bietet das Slawenmuseum aber auch 2018 ein vielfältiges wie buntes Programm an. Ostern, Pfingsten und zu Himmelfahrt wird es wieder auf dem Freigelände die beliebten großen Mittelaltermärkte samt Wikinger-Lagerleben geben.

Das Winterferienprogramm wurde im Vorjahr auf die ganzen zwei Wochen ausgeweitet. „Das hat sich bewährt “, so Heike Pilz. Gleiches gilt ebenso für das sechswöchige Programm in den Sommerferien.

Auch die Vorträge in den Wintermonaten finden eine große Resonanz, zuletzt kamen über 60 Leute. Und was die Workshops für Erwachsene betrifft, so gebe es mittlerweile auch Nachfragen, ob die nicht auch mal zusätzlich am Vormittag stattfinden könnten. Für all jene, „die nicht werktätig sind oder abends im Dunkeln nicht nach Groß Raden fahren wollen“, so Pilz. Was vor sechs Jahren beim Umbau des Hauptgebäudes begann, museumspädagogisch sich aufzustellen, ist längst nahezu ein Selbstläufer geworden. Neben Töpfern werden auch Filzen, Korbflechten, Speckstein oder Kammweben angeboten. Und zu Himmelfahrt gibt es auch bereits Nachfrage zu einem Bogenbaukurs. Und es soll auch im Sommer wieder eine Museumsnacht geben. Nach „Burgwall in Flammen“ 2016 sowie „Burgwall im Licht“ im Vorjahr stehe der 2018er-Titel aber noch offen. Wegen der nunmehrigen Mittwochsführungen in Sternberg, weicht man mit der Abendführung in Groß Raden auf den Donnerstag aus. Unterm Strich wolle man „nur kleine Sachen ändern“, sagt Heike Pilz, die sich mit ihrer kleinen Mannschaft von zwei Museumspädagoginnen sowie zwei Vollzeit- und drei Teilzeitkräften bei der Angebotspalette an der Grenze des Machbaren angekommen sieht. Pilz: „Sieben-Tage-Woche inklusive Feiertage – bei uns geht’s rund“.

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