zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 10:19 Uhr

Gross Görnow : Blick von der Slawenburg

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Eine geführte Wanderung durchs Warnow-Durchbruchstal bei Groß Görnow organisierte Naturparkrangerin Margot Rossow.

Die Mitarbeiter des Naturparks Sternberger Seenland starteten in die Saison am 6. Mai mit den geführten Wanderungen durch das Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal. Dieses wurde 1965 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist Rückzugsgebiet für viele Pflanzen.

Auf dem Parkplatz Warnowtal bei Groß Görnow erwarteten Naturparkrangerin Margot Rossow sowie Praktikantin Sophie Kelb die Wandergäste. Auf den Fünf-Kilometer-Rundweg ging es vorbei an der Holzbrücke über die Warnow, nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt. „Im vergangenen Jahr wurden die Handläufe von uns erneuert. 2015 soll die Brücke gesperrt werden, da das Untergestell erneuert werden muss. Das wird Probleme beim finanziellen Wiederaufbau geben“, so die Naturparkführerin.

Die gelernte Forstwirtin arbeitet seit der Naturparkgründung 2005 im Sternberger Seenland, ließ sich im Jahr darauf zur Naturparkwächterin ausbilden und untersteht dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG).

Die Gäste erfuhren, dass sich die Warnow insgesamt auf einer Länge von 150 Kilometern erstreckt und sie Zufluss durch Mildenitz, Göwe und andere Entwässerungskanäle hat, ehe sie in Warnemünde in die Ostsee fließt.

„Nach der Wende explodierte der Kanu-Tourismus förmlich. Wir wollen nicht mehr so viel Kanus auf den Flüssen haben und trafen deshalb Abmachungen mit den Kanuverleihern. Mit allen gibt es eine Abmachung, dass, wenn der Wasserpegel unter 30 Zentimeter gefallen ist, keine Kanus zu Wasser gelassen werden“, erläutert Rossow. Allerdings gebe es private Kanuten, die ihre Boote einfach am Ufer irgendwo zu Wasser lassen und damit die Regeln missachten. „Das sind Probleme, mit denen die Naturparkwacht noch zu kämpfen hat“, betont die Rangerin. Ausdrücklich hebt sie die Wasserqualität der Warnow hervor, die sich seit der Wende verbessert hat. „Es gibt inzwischen wieder Meerforellen, die von der Ostsee aus ihre Laichgewässer aufsuchen“, so Rossow.

Während der geführten Wanderung zeigte sie den Blick von der Slawenburg, erklärte das Leben am Totholz, wies auf Biberspuren hin und erzählte über den Mäander, der hier in seiner Natürlichkeit fließt.

Mit ihren Gästen aus Thüringen wanderten Marlies und Paul Hacker mit. Die Sternberger sind bekennende Wassersportler und Naturliebhaber. „Wir haben schon des öfteren Radtouren und Wanderungen in dieser Umgebung gemacht, dabei aber nicht alle Ecken gesehen wie den Burgwall jetzt bei der geführten Wanderung. Es wurde alles so toll erklärt und es ist beeindruckend“, so die Sternbergerin.

Über die Holzbrücke ging es zurück zum Parkplatz. Mechthild und Ludger Watermann aus Münster sind auf eine Woche in MV. „Wir machen nach dem Berlin-Aufenthalt jetzt hier Radwanderurlaub. Vor drei Jahren bereisten wir erstmals dieses Bundesland. Auf einem Infoblatt in unserer Pension haben wir von der Wanderung erfahren“, erzählt die Naturfreundin.

Die nächsten geführten Wanderungen finden mit Treff am Warnowtal-Parkplatz am 3. Juni sowie 1. Juli und 5. August statt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen