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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 04:00 Uhr

sternberg : Bleibt beliebter Treff im Haus zu?

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bewohner des Seniorenzentrums und Angehörige haben Sorge, dass das Café in der Einrichtung geschlossen bleibt.

von
erstellt am 22.Jan.2015 | 23:43 Uhr

„Wegen Krankheit geschlossen“ ist auf der Tür des kleinen Cafés im Sternberger DRK-Seniorenzentrum zu lesen. Doch bei Bewohnern und vielen Angehörigen besteht Sorge, dass der beliebte Treffpunkt für immer geschlossen bleibt. Denn das Café hatte nach Weihnachten nur ein Wochenende geöffnet. Am 10. und 11. Januar stand dann schon „Sonnabend/Sonntag geschlossen“ an der Tür.

„Wir haben es Weihnachten erlebt, dass Angehörige gekommen sind und keinen Kuchen mitgebracht hatten, weil sie sonst immer ins Café gegangen sind. Doch das war plötzlich zu, ohne jegliche vorherige Mitteilung“, sagt eine Bewohnerin des Seniorenzentrums, die aber nicht öffentlich genannt werden möchte (Name liegt der Redaktion vor). Aber auch nach Veranstaltungen des Seniorenbüros habe mancher gern noch ein bisschen im Café verweilt, sagt sie.

„Es wäre wirklich sehr schade, wenn es das nicht mehr geben würde“, zeigt sich auch Christel Tinat, die gleich zwei Angehörige im Haus hat, von der Situation enttäuscht. „Es ist die einzige Möglichkeit, mit pflegebedürftigen Bewohnern gemütlich einen Kaffee trinken zu können. Die Wege in die Stadt sind zu lang und von ihnen gar nicht mehr zu bewältigen. Und nur immer auf dem Zimmer bleiben wollen die Bewohner doch auch nicht, schon gar nicht, wenn sie Besuch bekommen“, gibt Tinat zu bedenken. Sie weiß, dass etliche Bewohner, aber auch Angehörige ebenso empfinden, was viele denn sogar durch ihre Unterschrift auf einer entsprechenden Liste bekundet haben.

„Wir haben kein Interesse, das Café zu schließen“, erklärt Danilo Wahl, Leiter des DRK-Seniorenzentrums, auf SVZ-Nachfrage. Letztendlich habe die betriebswirtschaftliche Lage des Cafés zu der jetzigen Situation geführt. Das DRK sei gezwungen, das Konzept zu überdenken. Dadurch könne es vorübergehend zur Schließung kommen, bedauert er. „Das Café ist Kommunikationspunkt. Wir erkennen die Notwendigkeit an und wissen um die Vorteile für die soziale Betreuung“, sagt er. Alles was helfe, das Café und seine Angebote attraktiver zu machen, werde gern aufgenommen, sagt Wahl. Ansprechpartner dafür wären er oder Küchenleiterin Katrin Haese.  

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