zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 00:18 Uhr

Amtsausscheid : Blauröcke trainieren den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

„Wasser marsch!“ hieß es am Wochenende für die Wehren im Amtsbereich Neukloster-Warin / Wariner erkämpfen fünften Platz

Zügig kuppelten die Kameraden der Wariner Feuerwehr am Sonnabend beim Ausscheid im Amtsbereich Neukloster-Warin die A-Schläuche aneinander, tauchten sie ins 1500-Liter-Löschwasser-Bassin und brachten die TS 8 in Gang. Hurtig machten sie sich auf die 110-Meter-Strecke mit den C-Schläuchen, kuppelten zwei an den Verteiler und dann hieß es: „Wasser marsch!“

Trotzdem sich die Blauröcke um den stellvertretenden Wehrführer Stephan Buchs die größte Mühe gaben, flink und exakt arbeiteten beim „Löschangriff nass“, reichte es für die Wariner Kameraden nur für den dritten Platz. Titelverteidiger Neukloster sicherte sich Platz eins und zwang Krassow I auf Platz zwei. In der Gesamtwertung kamen die Wariner auf Grund von Abstimmungsproblemen zum fünften Platz. Platz eins in der Gesamtwertung und den Wanderpokal holte sich die Mannschaft Krassow II. Die Blauröcke von Neukloster reichten damit den Wanderpokal weiter und belegten Platz zwei vor der Mannschaft von Krassow I.

Sieben von neun Wehren des Amtsbereiches Neukloster-Warin absolvierten den alljährlichen Ausscheid auf der Wiese des Bio-Storchenhofes der Familie Sauer in Reinstorf, an der B 192
gelegen. Aus Neukloster und Lübberstorf ging jeweils eine Frauenmannschaft an den Start.

Der stellvertretende Amtswehrführer Rainer Müller
hatte den Amtsausscheid feierlich eröffnet. „Die Übungen hier sind ja unser täglich Brot bei den Einsätzen vor Ort. Da muss alles sitzen, vom Löschangriff bis zum Knoten. Am Ende des Wettkampfes zählen die Gesamtpunkte vom Löschangriff über die vier Stationen mit
C-Schlauch ausrollen, A- und B-Schläuche-, Verteiler- und Strahlrohr-Handhabung bis zum Rettungsknoten. Pro Fehler gibt es hier zehn Strafsekunden“, erläuterte Müller, der seit 25 Jahren Wehrführer in Krassow ist.

Die Feuerlöschpumpen brachte jede Wehr selbst mit. Die Schläuche werden seit zwei Jahren gestellt, um die gleichen Bedingungen zu schaffen, erzählte Timo Untrieser. Der Wariner Wehrchef machte selbst nicht mit, schaute aber vorbei, um seine Kameraden anzuspornen. Die waren mit 14 Mann angetreten. In den Vorjahren holten sie fünfmal in Folge den Pott. „Einer ist bei uns in der Feuerwehr, der andere auf Wanderschaft“, so Untrieser.
„Wir haben uns in dieser Aufstellung mit sieben Kameraden beim Löschangriff nass intensiv an fünf Wochenenden vorbereitet“, sagte Stellvertreter Stephan Buchs. Seit fünf Jahren ist der 29-Jährige die rechte Hand des Wehrführers.

Für Leon Witt hingegen ist es der erste Amtsausscheid bei der Erwachsenen-Wehr. Der 18-Jährige kennt das Prozedere jedoch von den Jugendwettkämpfen und dem Flutlichtpokal in Lübow im vorigen Jahr. „Wir waren sonst mit neun Wettkämpfen im Jahr unterwegs. Das ging nicht mehr. Die Kameraden standen nicht ständig zur Verfügung, da viele an den Wochenenden arbeiten müssen. Jetzt treten wir noch beim Poeler Inselpokal, beim MV Cup, beim Amts- und Kreisausscheid an. Einmal holten wir sogar den Pfingstpokal“, erinnert sich Buchs.

Von der Jesendorfer Feuerwehr waren Wehrführer Ronny Herrmann und Thomas Jan angereist. „Wir mussten kurzfristig absagen. Beim letzten Training verletzte sich ein Kamerad erheblich“, erklärt Wehrführer Ronny Herrmann und fügt hinzu: „In der Aufstellung hatten wir geübt und konnten leider nicht antreten. Dafür sind wir beide als Kampfrichter an diesem Tage hier. Sicher ist das nicht so toll, lieber wären wir dabei gewesen.“

Neu war in diesem Jahr die Möglichkeit, auf dem Sauerschen Hof zu zelten. Sechs Wehren nutzten dieses Angebot, denn während sich die Kameraden häufig nur auf den Einsätzen begegnen, haben sie hier nun die Möglichkeit gemeinsame Freizeit zu verbringen, um sich besser kennen zu lernen.

Den Erbseneintopf kochte Tobias Lembke. „Ich habe die Gulaschkanone um halb acht heute früh angeheizt und die Zutaten hineingegeben. 135 Portionen habe ich gekocht. Etwas mehr als die bestellten 115“, so der Zurower Truppführer.

Spaß hatten auch die sechsjährigen Knirpse Leon und Thorben aus Warin. Beide nahmen im Hochleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 Platz und durften sich wie große Feuerwehrmänner fühlen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen