Warin : Blaumeisen vor der Kamera: Acht Junge in Warin ausgeflogen

Seit dem Nestbau Anfang April konnten Besucher des Wariner  Naturparkzentrums ein Blaumeisen-Paar über Bildschirm beobachten. Inzwischen sind die acht Jungen flügge.
Seit dem Nestbau Anfang April konnten Besucher des Wariner Naturparkzentrums ein Blaumeisen-Paar über Bildschirm beobachten. Inzwischen sind die acht Jungen flügge.

Die Kamera im Nistkasten am Naturparkzentrum wurde ein voller Erfolg. Besucher konnten seit dem Nestbau Anfang April das Geschehen verfolgen.

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04. Juni 2016, 05:00 Uhr

Sie waren wochenlang die Attraktion im Naturparkzentrum – jetzt ist der Nistkasten leer. Darin ist eine Kamera installiert, die Bilder auf einen Bildschirm an der Info lieferte. Auf diese Weise konnten Besucher ein Blaumeisen-Paar seit dem Nestbau Anfang April beobachten (wir berichteten).

Elf Eier waren im Nest. Die hätten sich gut zählen lassen, sagt Jan Lippke, stellvertretender Leiter des Naturparks Sternberger Seenland. Als die Jungen geschlüpft waren, sei das weit schwieriger gewesen. „Es war ein Knäuel, aus dem sich der Dickste immer vorgedrängelt und andere verdeckt hat“, erzählt Lippke schmunzelnd. Acht Junge seien schließlich ermittelt worden.

Und alle seien auf einmal flügge gewesen. „Als wir den Bildschirm wie jeden Tag um halb acht angeschaltet haben, waren sie da, auch noch, bevor wir zum Frühstück gegangen sind. Innerhalb gut einer Viertelstunde waren sie dann weg.“

Der Nistkasten mit Kamera wurde 2015 an einem Giebel des Naturparkzentrums installiert. Eine Blaumeise hatte zu bauen begonnen, ist aber von einer Kohlmeise vertrieben worden, weil auch die durch das etwas zu große Einflugloch passte. Für Blaumeisen sollte das einen Durchmesser von 28 bis 30 Millimetern haben, 32 sind es aber gewesen. Deshalb ist in diesem Frühjahr nach dem Reinigen des Nistkastens ein neues Brett mit kleinerem Einflugloch eingesetzt worden. „Das war ein voller Erfolg, richtig gut.“ Die Freude steht Jan Lippke buchstäblich ins
Gesicht geschrieben.

Nun werde der Nistkasten gereinigt und auf eine zweite Brut gehofft. Wenn das alte Nest, in dem sich Parasiten angesiedelt haben können, entfernt wird, seien die Chancen größer, dass in diesem Jahr noch einmal ein Blaumeisen-Paar in dem Nistkasten baut, meint Lippke.

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