Weberin : Bilder aus Holz, Stoff und Farbe

Stellt als einer der Wunschkandidaten  von Ed Schütze (l.) zum dritten Mal im Weberiner Naschwerk aus: Manfred Thrun.
Stellt als einer der Wunschkandidaten von Ed Schütze (l.) zum dritten Mal im Weberiner Naschwerk aus: Manfred Thrun.

Manfred Thrun zeigt schon zum dritten Mal Bilder und Figuren in einer Ausstellung im Weberiner Café Naschwerk

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11. August 2018, 05:00 Uhr

Ein Mädchen springt leichtfüßig über die Wiese, um das Schmetterlings-Herz einzufangen. Ein Seiltänzer schwebt scheinbar mühelos hoch über den Dächern. Fische wollen gar aus dem Wasser heraus schwimmen. Was alle drei Bilder verbindet, ist das Lächeln, das sie dem Betrachter entlocken und der Mix an Materialien, aus dem sie entstanden sind. Manfred Thrun aus Zittow stellt zum dritten Mal Arbeiten im Café Naschwerk in Weberin aus. „Alle fragen nach seinen Bildern. Es sind tolle Sachen. Sie passen perfekt hier ins Café“, erklärt Inhaber Ed Schütze, warum Manfred Thrun für ihn ein Wunschkünstler für das Naschwerk sei.

Die neue Ausstellung ist wieder ein bisschen anders als die im vergangenen Jahr oder die zuvor. Er könne nicht zweimal das Gleiche machen. Obwohl sich einige Arbeiten mehrmals verkaufen ließen, sagt Thrun. „Zu Kunst offen hätte ich ein Bild zwölf Mal verkaufen können.“ Bilder zu verkaufen, sei ein schöner Nebeneffekt, um das Hobby zu finanzieren, so der 70-Jährige. Er sei kein Künstler und habe „Hochachtung vor denen, die das erlernt haben und davon leben müssen“.

Manfred Thrun arbeitet mit vielen Materialien, mit Holz, Kunststoff, Metall, Stoff, Glas, Keramik, verrosteten Nägeln oder zerschneidet alte Bierdosen, um sie zu Haaren für seine lustigen Figuren werden zu lassen. Auch davon hat er wieder einige mit nach Weberin mitgebracht.

Sein bevorzugtes Material bleibt aber Holz „in allen möglichen Formen und Arten“. Seit er kreativ tätig ist, ist das so gewesen. Sicherlich hätten ihn sein Vater, der Förster, und sein Schwiegervater, der Tischler, geprägt. „Holz gibt viel her und man findet es überall. Allerdings finde ich nach Meinung meiner Frau davon zu viel“, verrät er schmunzelnd. Wenn es dann heißt, „du musst doch mal aufräumen“, könne es im Nachhinein durchaus passieren, dass die Idee da sei, aber das Material nicht mehr.

Einfälle habe er immer noch, sagt Manfred Thrun. Das könne aufgrund eines Zufalls sein oder weil er eine Farbkombination sehe. Dann erinnere er sich und hoffe, - wie gesagt - den Stoff, das Holz oder die Keramik noch in seinem Fundus zu haben. Gern arbeitet er auch mit gespaltenem Holz, „weil sich dort wunderbare Strukturen entdecken lassen, die abstrakte dekorative Formen ergeben“, wie bei seinen Bildern mit den Fischen oder Kreisen. Es mache Spaß, den Leuten zu sagen, schaut euch an, welche Formen entstünden. „Und man muss selbst Spaß haben, neugierig sein und sich umschauen“, empfiehlt er. „Ich orientiere mich an der Natur. Da gehen auch Farben zusammen, die es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht tun.“

Nur wenigen Arbeiten gibt er einen Titel wie im Naschwerk dem „Augenbaum“ oder „Schwarzer Kreis mit Keramik“. „Bei lustigen Sachen muss das nicht sein. Da überlasse ich es den Leuten selbst.“

Zweimal im Jahr lädt Thrun zu einem Wochenend-Workshop ein, „an dem wir malen, zeichnen, mit Interessierten etwas in der Natur machen wollen. Ich sehe das als Bereicherung für mich“. Und dabei sein wird er bei der 2. Kreativmesse des Amtes Crivitz am 6. Oktober in der Mehrzweckhalle Leezen, für die er, wie schon bei der ersten Messe, die Organisation übernimmt.

Seine Bilder im Café Naschwerk in Weberin können bis Ende September zu den Öffnungszeiten freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends, sonntags und feiertags jeweils von 10 bis 18 Uhr gesehen werden.

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