Brüel : Bilder als Plädoyer für die Vernunft

Marlies Leonhardt  in ihrem Atelier in Klein Görnow
Marlies Leonhardt in ihrem Atelier in Klein Görnow

Marlies Leonhardt aus Klein Görnow gestaltet die neue Ausstellung im Brüeler Bürgerhaus.

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16. März 2015, 23:37 Uhr

Die Bilder sind ein Plädoyer für die Vernunft, gegen ökonomische und militärische Macht, heißt es im Flyer zur aktuellen Ausstellung im Brüeler Bürgerhaus. Was Marlies Leonhardt, Jahrgang 1935, hier zeigt, ist keine leichte Kost. Da kann der Besucher des Hauses gleich im Eingang auf dem mit „Zerstörung der existentiellen Grundlage der Menschheit“ betiteltem Bild lesen: „Erst wenn der letzte Baum verdorrt, der letzte Halm vertrocknet, der letzte Fisch vergiftet ist, dann merkt der Mensch, daß man Geld nicht essen kann“.

Marlies Leonhardt setzt sich mit aktuell-politischen Themen auseinander und überträgt ihre Gefühle und Gedanken auf Leinwand, Pappen oder Resten von Strukturtapeten. Sie ist sehr experimentierfreudig. Zum Einsatz kommen so auch Naturmaterialien wie Sand, Kies und Holzspäne.

Mit ihren Werken wolle sie an die Zuständigen appellieren, „dass wir alle Verantwortung haben für diese eine – unsere – Welt. Ich möchte für die Erhaltung unserer Natur und Umwelt appellieren, denn sie sind die existentielle Grundlage, die das Überleben der Menschheit sichert. Schließlich sind wir für kommende Generationen verantwortlich, ihnen eine lebenswerte Perspektive zu hinterlassen“, hatte Marlies Leonhardt, die in diesem Monat ihren 80. Geburtstag feiert, in einem früheren SVZ-Beitrag erklärt.

Auf einen Tipp hin hatte Brüels Bürgermeister Jürgen Goldberg die 79-Jährige in ihrem kleinen Atelier in Klein Görnow besucht. „Es war ein sehr schönes Gespräch. Ich finde es interessant, was sie macht und dass sie viel ausprobiert, denn eigentlich ist man in dem Alter ja festgelegt“, sagt Goldberg, der selbst malt. Die Bilder für die Ausstellung im Bürgerhaus haben beide zusammen ausgesucht.

 
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