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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 14:21 Uhr

Brüel : Bewegung vom Kopf bis zum Fuß

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Brüeler Sportgruppe unter Trainerin Renate Bründel trifft sich seit zwölf Jahren, um gemeinsam Gymnastik zu treiben und zu tanzen.

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Jeden Montag um 14 Uhr treffen sich Brüeler Frauen im Alter zwischen 65 und 75 Jahren im  Bürgerhaus, um etwas für ihre Gesundheit zu tun. Eine gute halbe Stunde wird nach der Erwärmung „Gymnastik für alle Gliedmaßen von Kopf bis Fuß“ betrieben,  so die langjährige Trainerin Renate Bründel. Dabei werden Hanteln, Bänder, Reifen, Stäbe und Bälle zu Hilfe genommen. Dies ist aber nur Teil 1 des sportlichen Nachmittags, der von Musik begleitet wird.

„Im Tanz kommt der Mensch zu sich selbst“

Anschließend geht es mit Teil 2 weiter, dem Tanzen. Das reicht vom Volkstanz bis zu modernen Tänzen. Diese rhythmischen Körperbewegungen sind sehr beliebt, aktivieren sie  doch auch den Geist und nicht zuletzt die Gemeinschaft in der Gruppe. „Im Tanz kommt der Mensch zu sich selbst“, so ist Renate Bründel überzeugt. „Er  verkörpert die vollkommene Art des Spiels und der Freude.“ Mit dem Tanz im Sitzen werde begonnen. Und auch hierbei müsse  der Kopf und nicht nur die Glieder angestrengt werden.

Es war die heute 76-jährige Renate Bründel, die im Jahre 2005 nach dem Ausscheiden der Gründerin der Sportgruppe, Gudrun Grezella, dieselbe übernahm. Es begann mit zehn bis 15 Teilnehmern und hat sich bis heute so erhalten. Von da an wurde weiter regelmäßig Sport getrieben: Gymnastik, Tanz und Bewegung vom Stuhl aus. Und die Frauen staunten, was es alles für Bewegungen gab, die dem Körper gut tun.  In den ersten zwei Jahren, so war zu hören, war der Sitz der Sportgruppe noch in der Sternberger Straße. Später wechselte man  ins Seniorenhotel der Volkssolidarität. Viele Frauen von der Volkssolidarität haben damals mitgemacht, die sich nicht mehr fit genug fühlten und viel Spaß dabei empfanden. Von Anfang an dabei waren Doris Meier und Bruni Gert, die heute noch dabei sind.„Aber für mich war und ist es eine Lebenseinstellung“, so Bründel.

Vom Seniorenhotel wechselte man später in die Aula des Betreuten Wohnens. Renate Bründel erinnert sich, dass sie vor Jahren am Seniorentanz in der Dabeler Tanz-Oase teilgenommen hatte, den Jana Leske (damals Peters) aufgebaut hatte. „Hier habe ich vieles gelernt und übernommen und später  in meine Tänze eingebaut. So kamen wir auch zum Tanzen.“  Anleitungen und CD’s habe sie sich, wenn auch nicht gerade billig, vom Bundesverband Seniorentanz  besorgt. Und sie begann mit dem Tanz im Sitzen, dem sogenannten Stuhltanz. In jeder Übungsstunde werden die alten Tänze wiederholt und stets ein neuer eingeübt. „Und wenn das dann klappt, freuen sich alle“, sagt sie. Die Trainerin nennt ihren aktiven Sport eine Form der Lebensäußerung, denn „Tanzen kennt keine Grenzen“.  Und dann verrät sie ihre Lebensmaxime: „O Mensch, lerne tanzen. Sonst wissen die Engel nichts mit dir anzufangen.“

Die Brüeler Sportfrauen verkriechen sich mit ihrem Sport aber nicht nur in ihrem stillen Kämmerlein. Schon oft waren sie zu Gast im Betreuten Wohnen, haben ihre Tänze aufgeführt und die dortigen Besucher der Volkssolidarität und die Bewohner  mit ihren Darbietungen erfreut. Und sie  zum Mitmachen animiert.

 

Serie: Fit 2017 – allein oder im Verein
Viele Kalorien und damit ggf. auch einige Pfunde mehr  wieder abzubauen, ist ein beliebter Vorsatz. Neben maßvollerem und durchaus  gesünderem Essen  stehen auch sportliche Aktivitäten gleich welcher Art mit obenan. Dies kann der Besuch eines Fitnessstudios ebenso sein wie  Sport mit Gleichgesinnten in einem Verein bzw. einer Gruppe ohne Mitgliedschaft. Oder man hält es mit einem regelmäßigen längerem Spaziergang – ob beim Nordic Walking oder einfach ganz ohne Stöcker etc. Egal wie. Lassen Sie, liebe Leser, es uns wissen: Wie halten Sie sich fit? Wie werden Sie „Fit 2017“ bzw. bleiben es? Allein? Oder lieber mit Gleichgesinnten (ggf. im Verein), weil so der Kampf gegen den inneren Schweinehund leichter fällt?Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen, gern auch mit einem Foto. Schreiben oder mailen Sie an: SVZ Sternberg, Am Markt 2, 19406 Sternberg, E-Mail: sternberg@svz.de, Stichwort: Fit 2017
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