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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

26. September 2017 | 09:26 Uhr

Mustin : Beteiligung an den Diensten wurde größer

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Freiwillige Feuerwehr Mustin hatte ihre Jahreshauptversammlung. In diesem Jahr im Juli feiert sie ihr 70-jähriges Bestehen. Tauziehen gibt es weiter um den Ersatz des Oldie-Fahrzeugs.

Von einem relativ ruhigen Jahr 2016 berichtete der Mustiner Wehrführer Michael Kunst am Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung. „Wir haben nicht einen einzigen Lehrgang besucht.“ Dennoch sei die Beteiligung an den Diensten der Wehr
höher als im Vorjahr gewesen. Die Einsätze beschränkten sich auf etliche Hilfeleistungen bei umgestürzten Bäumen und auf Löscharbeiten bei einem Hausbrand in Witzin.

Schwerpunkt für 2017 ist laut Kunst das 70-jährige Bestehen der Mustiner Feuerwehr. „Das werden wir am 15. Juli gebührend feiern.“ Die Ehrungen und Beförderungen werden auf die Jubiläumsfeier verschoben. Dort sollen auch die Gründungsmitglieder Günter Prestin und Walter Rünckendorf (beide 87 Jahre alt) entsprechend geehrt werden.

Mit Danny Harten, Brayen Bade und Jonas Wagner wurden drei ehemalige Jugendfeuerwehrleute in die Einsatzabteilung aufgenommen. Sie zählt nun 20 Aktive, darunter mit Sidney Kunst (20) eine Frau. Sieben Aktive sind als Atemschutzträger ausgebildet. Dank der Unterstützung durch die Gemeinde konnten leichte Dienstkleidung und die neuesten Helme beschafft werden. Beim Amtsausscheid wurde in der Kategorie „Löschangriff nass“ der erste Platz belegt.

„Das Thema neues Löschfahrzeug wird uns noch eine ganze Weile nicht loslassen“, sagte Bürgermeister Berthold Löbel voraus. Es sei erschreckend, auf wie viel Starrsinn bei den Genehmigungsbehörden die Gemeinde in ihrem Bemühen gestoßen sei, als Ersatz für den Tragkraftspritzen-Oldie ein Allradfahrzeug mit Wasservorrat und Mannschaftskabine anschaffen zu wollen. Letztlich habe sich die Gemeinde auf einen „faulen Deal“ einlassen müssen: Da ihr ein derartiges Fahrzeug gemäß des Feuerlöschkonzepts angeblich nicht zustehe, werden Kreis und Land nur jeweils ein Drittel der Kosten für ein Standardfahrzeug mittragen, den Rest und die Mehrkosten für das Wunschfahrzeug müsse die Gemeinde finanzieren. „Dafür haben wir vorsorglich 165 000 Euro in unseren Haushalt eingestellt.“ Dennoch stoße die Genehmigung auf wenig Wohlwollen. „Wir werden einen langen Atem brauchen.“ Löbel betonte die Bedeutung einer Wehr für das Dorfleben und sicherte weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. Demgemäß seien jüngst Pullover für die Einsatzabteilung finanziert worden. Auch für das am 15. Juli bevorstehende Fest zum 70-jährigen Bestehen seien zusätzliche Mittel vorgesehen.

Amtswehrführer Olaf Schröder betonte in seinem Grußwort, dass ein derartiges Wunschfahrzeug sehr wohl im Bedarfsplan des Amtes Sternberger Seenlandschaft vorgesehen sei. „Ich verstehe die Vorbehalte nicht.“ Ehrenamtlern bereite es zunehmend große Mühen, sich im weitflächigen Landkreis für die Feuerwehren zu engagieren. „Es gibt zu viele Baustellen.“ Als Beispiel nannte Schröder die neue Ausrückordnung, „die einfach nicht bearbeitet wird“. Auch die Geschäftsführung des Kreisfeuerwehrverbandes liege quasi brach.

Gerd Möller, Vorsitzender des Fördervereins, berichtete, dass dieser jährlich mindestens 20 Veranstaltungen organisiere und dadurch die Aktiven ungemein entlaste. Der Förderverein bestehe nunmehr seit fünf Jahren und werde für die Jubiläumsfeier der Mustiner Wehr 500 Euro spenden.

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