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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 17:38 Uhr

Lenzen : Besuchermagnet Brauntöpferei

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Lenzener Keramik- und Pflanzenmarkt ist wie eh und je beliebt. Immer zum 1. Mai wimmelt es im 24-Seelen-Ort nur so von Leuten.

Überall wohin man schaute beim Keramik- und Pflanzenmarkt am 1. Mai in Lenzen, waren große und kleine Menschen bei schönstem Maiwetter unterwegs. Keramiker Jens-Peter Planke hatte zum traditionellen Markt mit an die 20 Ständen eingeladen.

Seine Brauntöpferei ist die Einzige in Mecklenburg Vorpommern. Kein Wunder also, dass es an diesem Tage des 24-Seelen-Ortes nur so von Leuten wimmelte. „Wir helfen Jens-Peter seit 1994 beim Keramik- und Pflanzenmarkt. Die ganze Familie ist hier, sonst ist es nicht zu schaffen, weil es eine sehr aufwändige Arbeit ist“, erzählte Sigrid Planke. Die Mutter des Handwerkers machte eine kurze Pause auf dem Holzbalkon des früheren Gesindehauses, in der sich die Töpferwerkstatt befindet. Hinterm Verkaufsstand der Brauntöpferei, die ihren angestammten Platz neben dem Gutshaus hatte, half auch wie seit Jahren wieder Dr. Monika Nietschkoff-Breitmann beim Verkauf.

Neben dem Eingang schnupperte es verdächtig nach Kaffee. Vom ersten Kaffeefahrrad Mecklenburg-Vorpommerns aus servierten Mirte, Jockel und Mauricio frisch gemahlene Kaffeesorten. „Wir sind aus Teschendorf bei Rostock und ein Handwerkerkollektiv“, betonte Herr („Ist mein Vorname“, sagte er) Mirte lächelnd und bediente weiter. In diesem Jahr werden sie erste Proberöstungen ihres eigenen Kaffees anbieten.

Wenn alles klappt, wollen die Jungs 2015 ihr Kaffee mit Rösterei in Teschendorf eröffnen unter dem Namen „Der blaue Elephant“, verriet Jockel, der die Saiten seiner Klampfe zupfte.

Auf dem Verkaufsdachboden über Plankes Werkstatt schaute Marnie Gahring in Begleitung ihres Freundes Toni Schudek vorbei. „Ich besuche zum dritten Mal den Markt und mag die rote und braune Keramik sehr. Schon allein wegen dem Antipastistand lohnt es sich herzukommen. Dort schmecken die Nudelzubereitungen fantastisch. Ich schaue aber auch gezielt nach Töpferwaren“, erzählte die 23-Jährige. Die Malchiner gingen weiter durch die Reihen des in den Regalen stehenden Geschirres.

„Schau mal, diese Tasse könnte es sein“, sagte Mandy Wetzel und zeigte ein Exemplar ihrer Freundin Heike Götz aus Hamburg. „Mir ist eine rote Tasse kaputt gegangen und nun bräuchte ich eine Neue. Das Geschirr von Carola Damerow mag ich“, sagte sie. Die Runowerin besucht seit fünf Jahren den Lenzener Markt. Sie mag die Stimmung, die Atmosphäre und die ansprechenden Kinderfilme des Kinderkinos vom Güstrower Filmklub.

Am Infostand des Naturparks Sternberger Seenland klopften und bohrten sich die jüngsten Marktbesucher ein Vogelhäuschen unter Anleitung. Die neunjährige Isabelle aus Zahrensdorf griff beherzt zum Akkuschrauber und drehte die Schrauben ins Holz. „Das wird ein Meisenkasten, den sie sich baut und mit nach Hause nimmt“, erklärte Rangerin Francis Breitenreiter.

„Wir sind zum zweiten Mal beim Markttreiben dabei. Es sind viele schöne Sachen, die hier angeboten werden. Die Kinder können mit dem Trecker fahren, sie erleben was. Uns gefällt es hier“, sagte Kati Lösekann aus Zahrensdorf. Sie hatte Merle (4) auf dem Arm und beide schauten Tochter Isabelle zu.













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