zur Navigation springen

Auszeichnung vom Land : Beste Lehrerin kommt aus Neukloster

vom

Silke Hammersdorfer ist "Lehrer des Jahres 2013". Als eine von neun Lehrern wird sie heute von Ministerpräsident Erwin Sellering für ihr Engagement ausgezeichnet. Zum ersten Mal wird dieser Titel in MV ausgelobt.

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2012 | 06:33 Uhr

Neukloster | Es klingelt zur großen Pause. Die Kinder und Jugendlichen stürmen aus ihren Klassenzimmern, um auf den Pausenhof zu rennen. Silke Hammersdorfer kennt diesen Trubel nur zu gut. Das ist der normale Schulalltag am Gymnasium "Am Sonnenkamp". Heute hat sie Pausenaufsicht, danach geht es in eine achte Klasse zum Biologieunterricht. Doch Silke Hammersdorfers Engagement als Lehrerin geht noch weit über den normalen Unterricht hinaus. "Sie ist an unserer Schule sehr engagiert. Sie führt moderne Unterrichtsmethoden ein und auch außerhalb der Schulstunden macht sie viel mit unseren Schülern", erzählt der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums Arne Skriwanek.

Silke Hammersdorfer ist "Lehrer des Jahres 2013". Als eine von neun Lehrern wird sie heute offiziell von Ministerpräsident Erwin Sellering in Schwerin für ihr Engagement ausgezeichnet. Zum ersten Mal wird dieser Titel in Mecklenburg-Vorpommern ausgelobt. "Ich wusste davon überhaupt gar nichts. Dass ich vorgeschlagen wurde, habe ich erst gar nicht mitbekommen", erzählt die Lehrerin. Die Schulleitung, die Eltern und die Schüler haben sie als "Lehrer des Jahres" gewählt und diesen Antrag im Ministerium eingereicht. "Sie ist eine nette Kollegin und setzt sich für die Schüler ein. Aber sie stellt auch Forderungen an ihre Klassen. Sie zeigt, dass hier an der Schule gute Arbeit geleistet wird", stellt Skriwanek fest.

Seit 19 Jahren unterrichtet Silke Hammersdorfer am Gymnasium. "Ich bin nach meinem Referendariat gleich nach Neukloster gekommen", erzählt die 44-Jährige. "Wir haben eine sehr aktive Schule mit vielen tollen Kollegen. Ich bin stolz, dass so viel für die Schüler auf die Beine gestellt wird."

Und einen erheblichen Beitrag dazu leistete die Biologie- und Sportlehrerin.

Im Bereich Sport ist sie Fachschaftsleiter. "Wir führen viele Wettkämpfe im Jahr durch. An einer Schule mit nur 300 Schülern ist das nicht immer einfach. Doch wir treten zu Landesmeisterschaften in Rostock gegen Leistungssportler an", erzählt die Lehrerin stolz. Neben den traditionellen Sportarten versucht die Lehrerin auch immer frischen Wind in den Unterricht zu bringen. Bereits zum dritten Mal unterrichtete sie im Sommer einen Surfkurs. Nun nimmt sie an einer Weiterbildung für Inlineskaten teil. Im Internet lernte sie aus Youtube- Videos den Tanzstil "Jumpstyle" und seit zehn Jahren organisiert sie eine Studienfahrt zum Skifahren nach Österreich. "Natürlich muss ich das alles vorher auch erst lernen. Im Studium habe ich damals auch nur die klassischen Sportarten gelernt. Aber ich bin sehr ehrgeizig. Und es wird auch nie langweilig, man rostet nicht ein", scherzt die 44- Jährige.

Seit sieben Jahren leitet Silke Hammersdorfer einen Nähkurs. Hier hat sie ihr Hobby in den Schulalltag gepackt. "Es ist ein schönes Gefühl für mich als Lehrerin, wenn ich sehe, wie sich die Mädchen über ihre selbst genähten Federtaschen und Kuscheltiere freuen. Ich bin froh, dass ich mich getraut habe, den Kurs anzubieten."

Der Beruf Lehrerin war für Silke Hammersdorfer schon immer die erste Wahl. Sie trat in die Fußstapfen ihrer Mutter, die auch Biologie und Sport unterrichtete. "Ich habe im Studium ein bisschen rumprobiert und auch mal Kunst studiert. Aber eigentlich wollte ich Lehrerin werden. Es ist schon immer mein Traumberuf gewesen", erinnert sich Hammersdorfer. Über ihre Auszeichnung als "Lehrer des Jahres" freut sie sich besonders. "Es ist schon schön, dass die Arbeit anerkannt wird. Vor allem die Reaktionen von den Schülern und Kollegen sind aufbauend und motivierend. Wir haben aber auch eine super Schulleitung, die immer offen für neues ist. Und es sind natürlich auch die Kollegen, die sich für die Schüler engagieren. Allein wäre das gar nicht zu schaffen", erzählt die Lehrerin.

Diese Bemühungen werden nun belohnt. Zusätzlich zu der Auszeichnung "Lehrer des Jahres 2013" werden die neun Preisträger, die sich gegen insgesamt 255 eingesandte Vorschläge behaupten konnten, mit 2500 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen