Dabel : Bekrönung der Kirchturmspitze glänzt wieder

Hans-Jürgen Güldenpenning montiert die Bekrönung.
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Hans-Jürgen Güldenpenning montiert die Bekrönung.

Gestern wurde die Kugel mit einer neuen Zeitkapsel gefüllt / Einschusslöcher im Hahn.

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14. August 2015, 22:06 Uhr

Der Turm ist eingerüstet, der Dachstuhl saniert: Die Bekrönung der Dabeler Kirche sollte daher auch nicht vergessen werden. Die baulich optimalen Bedingungen nutzte Pastor a. D. Hansherbert Lange, der federführend die Erneuerung des Dabeler Glockengeläuts betreut, um das goldene Kleinod nun wieder erstrahlen zu lassen. Auch an ihr hatte der Zahn der Zeit genagt. Die Aufstützkonstruktion war verrostet und die Kugel mit Hahn musste restauriert werden. Dieses übernahm noch einmal wie Anfang der 80er Hans-Jürgen Güldenpenning. Seit fast 30 Jahren arbeitet er für Kirchen und montierte gestern mit 72 Jahren mit dieser Bekrönung seine 61. Turmspitze. „Die Materialien sind heute sehr viel besser als früher“, sagt er. „Darum bin ich zuversichtlich, dass sie nun noch länger als 30 Jahre strahlen wird.“ Die Aufbaukonstruktion ist aus rostfreiem Stahl, die Bronzekugel und der Hahn mit Blattgold ummantelt. Deutlich sichtbar sind noch zwei Einschusslöcher im Hahn. Die Kugeln haben die Figur zwar nicht durchschlagen, aber deutliche Einbuchtungen hinterlassen. „Das war doch eine Überraschung für uns“, so Güldenpenning. In der Kugel verbergen sich zwei Zeitkapseln. Eine aus den 80ern und eine neu hinzugekommene. Sie enthält eine Liste mit allen Namen der Aktiven der Kirchengemeinde, Münzen, Artikel über die Glockenerweiterung, eine aktuelle Kirchenzeitung und die gestrige Ausgabe der SVZ. Dann wurde das Kupferrohr verblombt.


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