Tag des offenen Denkmals : Beim „Tag des offenen Denkmals“ Preise verliehen

Mit ihrem Handabdruck (Stüwe: 2. v.l.) verewigten sich die Preisträger in Tonplatten. Fotos: Illa
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Mit ihrem Handabdruck (Stüwe: 2. v.l.) verewigten sich die Preisträger in Tonplatten. Fotos: Illa

Zimmermeister Thomas Stüwe wird für sein Engagement um den Erhalt des Torhauses in Zaschendorf geehrt

svz.de von
14. September 2015, 12:00 Uhr

Kultusminister Mathias Brodkorb zeichnete gestern vormittag (13.) die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in der Denkmalpflege aus.

Der Zimmermeister Thomas Stüwe aus Zaschendorf erhielt in diesem Jahr den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis. Stüwe wurde für sein außerordentliches privates Engagement beim Erhalt des Torhauses in Zaschendorf ausgezeichnet. Mit der fachgerechten Sanierung des Gebäudes habe Stüwe das Ziel verfolgt, so der Minister, das Torhaus als authentisches Denkmal zu bewahren, „ohne es dabei wirtschaftlicher Rentabilität oder funktionalen Zwängen unterzuordnen“. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4 000 Euro dotiert.

„Das Torhaus der Gutsanlage stammt aus dem 18. Jahrhundert und zählt zu den wenigen Beispielen dieser Gebäudegattung in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Mathias Brodkorb. „Architekturhistorisch ist es als zweigeschossiger Fachwerkbau bislang einzigartig und deshalb von hohem architekturgeschichtlichem Wert“, lobte der Kultusminister.

Der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ ging an das Projekt „Kinder führen Kinder“ im Doberaner Münster. Er ist mit 700 Euro dotiert.

Eine „Lobende Erwähnung“ und ein Preisgeld von 300 Euro erhielt Claus Peter für seine ehrenamtliche Tätigkeit als Glockensachverständiger in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Minister verlieh die Auszeichnungen bei der landesweiten Festveranstaltung am Tag des offenen Denkmals in der Historischen Ziegelei Benzin. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“. Die Ringofenziegelei ist öffentlich zugänglich. Ihre technischen Anlagen sind voll funktionstüchtig, so dass Besucher die Ziegelproduktion nachverfolgen können, wie sie vor etwa 100 Jahren üblich war.

Mit „Handwerk, Technik, Industrie“ beteiligte sich der deutsche Tag des offenen Denkmals - wie auch viele andere europäische Länder - an der europaweiten Kampagne „European Industrial and Technical Heritage Year 2015“. Ziel dieser Kampagne ist es, auf die Bedeutung dieser industriellen und technischen Denkmale für Europa hinzuweisen.

Auch MV, so Brodkorb, besitze eine große Anzahl von technischen Denkmalen, obwohl das Land auf den ersten Blick überwiegend durch die Landwirtschaft geprägt wurde und wird. “Doch auch bei uns spielt Technik eine Rolle“, betonte der Minister abschließend.


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