Warin : Bei Wariner Sporthalle im Zeitplan

Das Deckenlicht spiegelt sich im frisch versiegelten Fußboden; die Wariner Sporthalle wirkt schon jetzt, obwohl noch nicht alles fertig ist, um vieles heller und freundlicher. Bärbel und Klaus Felchner von der Kipp-Niederlassung Magdeburg beendeten gestern das Versiegeln.
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Das Deckenlicht spiegelt sich im frisch versiegelten Fußboden; die Wariner Sporthalle wirkt schon jetzt, obwohl noch nicht alles fertig ist, um vieles heller und freundlicher. Bärbel und Klaus Felchner von der Kipp-Niederlassung Magdeburg beendeten gestern das Versiegeln.

Die Sanierung soll bis zur Einschulung Ende August abgeschlossen sein. Dann bestehen moderne Bedingungen für Schulsport und Vereine.

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10. Juli 2015, 21:13 Uhr

Am Eingang schlägt feuchte Luft entgegen. Der Estrich will noch trocknen. Es riecht nach Beton und Farbe. Der Blick fällt jetzt vom Vorraum direkt in die Sporthalle, denn mit deren Sanierung
erhält der Sanitärtrakt auch einen neuen Zuschnitt. Künftig muss niemand erst kreuz und quer durch Umkleideräume, etwa bei der Einschulung. Die soll am 29. August in der sanierten Sporthalle stattfinden. Dann gibt es für den Schul- und Vereinssport moderne Bedingungen.

Die Arbeiten liegen „absolut im Plan“, sagt Bürgermeister Michael Ankermann. „Wir gehen ganz fest davon aus, dass alles rechtzeitig fertig wird.“ Jürgen Schmidt, seit 33 Jahren Hausmeister an der Wariner Schule, nickt zustimmend und gerät fast ins Schwärmen. „Die Arbeiten liefen gut im Fluss, super, ich habe gestaunt.“ Doch schon die Sanierung des Schulgebäudes vor ein paar Jahren habe geklappt. Schmidt hatte stets „ein Auge darauf, aber keinen Einfluss“, fügt er lächelnd hinzu. „Wenn die Handwerksfirmen mal dies oder das wollten, habe ich geholfen.“


Neues Dach mit Blechfalztechnik


Bei einer Sanierung wisse niemand genau, was unerwartet auftritt, doch es habe keine bösen Überraschungen gegeben, nur eine kleine Panne. Die Abrissfirma nahm beim Entkernen des Sanitärteils auch die Fenster heraus, was nicht vorgesehen war, erzählt der Bürgermeister. Als die wieder eingebaut werden sollten, fehlten zwei. Daher seien alle
erneuert worden, bezahlt über die Versicherung der Abrissfirma. „Nun haben wir neue Fenster für wenig Geld“, so Ankermann.

Beim Blick in die Halle komme schon jetzt Freude auf, sind sich diebeiden Männer bei der gestrigen Stippvisite einig.„Alles sieht viel heller und
offener aus“, meint der Hausmeister. „Die Wände sind weiß, und als ich zum ersten Mal das Licht angeschaltet habe, wurde es taghell. Kein Vergleich zu dem gelben Funzellicht vorher.“ Das habe auch noch ziemlich laut gebrummt. Kein Wunder, alles stammte aus den 1970er-Jahren, als die Sporthalle gebaut wurde. „Bei der Heizung geht der Verbrauch wohl um die Hälfte runter“, schätzt Schmidt. „Bei der Abrechnung werden wir das merken. Was hier Gas durchgegangen ist. Jetzt hängen kleine Kästen an der Wand, wo vorher große Kessel standen.“ Auch das neue Dach sei „richtig gut“, absolut dicht und wartungsfrei. Der Asbest wurde durch Blechfalztechnik ersetzt. „Das machen nicht viele Firmen, aber wir haben eine in Warin“, sagt Schmidt anerkennend. Es gebe keine Stöße, an denen sich Staub sammelt. Deshalb könne nichts wachsen, sich kein Moos bilden.

Die Aufträge seien zum großen Teil an Firmen aus der Region gegangen, sagt der Bürgermeister. Nur für spezielle Arbeiten kämen sie von weiter her, wie fürs Versiegeln des Hallenfußbodens. Bärbel und Klaus Felchner sind gerade bei den letzten Metern. Das langjährige Ehepaar auch beruflich ein Team in der Magdeburger Niederlassung der Firma Kipp, die ihren Stammsitz nahe Stuttgart hat. „Dies ist ein Schmuckstück geworden“, findet Klaus Felchner. Er kenne solche Sporthallen aus DDR-Zeiten und wisse, wie die inzwischen aussehen, wenn sie nicht saniert wurden.

Der versiegelte Fußboden muss nun mehrere Tage trocknen. Derweil wird außen gemalert. Das steht auch im Sanitärakt noch bevor. Linoleum wird verlegt, auch Elektriker und Fliesenleger müssen hier rein. Wenn Letztere mit ihrer Arbeit fertig sind, werden etwa als Abschluss die Sanitärobjekte, für die die Leitungen verlegt sind, angebracht, bevor es in das neue Schuljahr geht.

Die Ausgaben für die Sanierung hat die Wariner Stadtvertretung gegenüber der drei Jahre alten Grobplanung von 600 000 Euro um 150 000 Euro aufgestockt. Gestiegene Baupreise und eine Projekterweiterung sprengten den Kostenrahmen. Gefördert wird das Vorhaben mit 200 454 Euro.

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