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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Oktober 2017 | 04:50 Uhr

Sternberg : Behindertengerechter Weg braucht Serpentine

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Höhenunterschied zwischen Karl-Marx-Straße und Mecklenburgring bereitet Probleme. Ein notwendiger Fußgängerüberweg über die Bundesstraße gilt als weiterer Stolperstein.

von
erstellt am 27.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Wenn das neue Nahversorgungszentrum in der Goethestraße öffnet, dann mit Aldi und Edeka als Nachbarn, wünschen sich vor allem ältere Sternberger aus der Karl-Marx-Straße, aber auch von Serrahnsbach und Finkenkamp, von oben einen direkten Weg zum Mecklenburgring. Die Möglichkeiten würden derzeit von Planer Rolf Hilgenstock untersucht, sagt Bürgermeister Armin Taubenheim auf SVZ-Anfrage. Er habe dazu nächste Woche ein weiteres Gespräch, bevor sich der Bauausschuss der Stadtvertretung mit dem Thema befasse. Es könne aber sein, dass aus dem Vorhaben nichts werde, weil es eventuell keinen Sinn mache, baut Taubenheim vor.

Zum einen sei ein Höhenunterschied von über zwölf Metern zu bewältigen. Deshalb müsse ein behindertengerechter Weg samt Ruhepunkten als Serpentine gebaut werden. Um die Sicherheit etwa für Menschen mit Rollatoren zu gewährleisten, sollte das Gefälle bei vier Prozent liegen, zulässig seien sechs, auf kurzer Distanz mit Ausnahmegenehmigung acht Prozent, erläutert Jochen Gülker, Leiter des Amtes für Stadt- und Gemeindeentwicklung. Das könne bedeuten, dass sich die Wegstrecke gegenüber der bis zur Ampelkreuzung und von dort zur Goethestraße nur wenig verkürzt, Aufwand und Nutzen demnach in keinem vernünftigen Verhältnis stehen, so noch einmal der Bürgermeister.

Ein anderes Problem sei ein notwendiger Fußgängerüberweg über die Bundes- zur Goethestraße. Er habe sich deswegen an das zuständige Ministerium und das Straßenbauamt in Schwerin sowie die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises gewandt, sagt Taubenheim. In der Antwort des Ministeriums werde auf die Auffassung der Kreisbehörde verwiesen, die nach Vor-Ort-Termin einen Überweg an der Stelle ablehnt, weil der Rückstauraum von der Ampel zu kurz sei, so dass Verkehrsbehinderungen entstünden. Denkbare Varianten für einen behindertengerechten Weg würden geprüft, so der Bürgermeister, er sei aber eher skeptisch. Und für den genannten Fußgängerüberweg sehe er kaum noch Chancen.

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