Zahrensdorf : Baustellen auf Bundestraßen zulasten der Gemeindestraßen

In drei, vier Stunden  fräst solch eine Fräsmaschine W120 F die alte Asphaltdecke auf den knapp 400 Metern in Brüel komplett weg.
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In drei, vier Stunden fräst solch eine Fräsmaschine W120 F die alte Alsphaltdecke auf den knapp 400 Metern in Brüel komplett weg.

Bauarbeiten auf der B 104/192: Viele Lkw fahren nicht die ausgeschilderte Umleitung, sondern über Zahrensdorf und Thurow

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13. August 2016, 05:25 Uhr

Die umfangreichen Bauarbeiten auf der der B 192 in der Brüeler Ortsdurchfahrt und auf der B 104/B 192 zwischen Brüeler Umgehungsstraße und Kiesgrube Weitendorf haben auch für die Gemeinde Kloster Tempzin massive Auswirkungen, sagt Bürgermeister Alfred Nuklies.

„Viele Lkw fahren nicht die ausgeschilderte Umleitung, sondern über Zahrensdorf und Thurow. Ich habe in einer halben Stunde 20 Lkw gezählt. Vier sind hintereinander gefahren“, ärgert sich der Bürgermeister über die großen, schweren Fahrzeuge, die sich auf den Gemeindestraßen ihren Weg suchen. Denn die sind nicht dafür ausgerichtet. So habe er mit dem Pkw selbst schon in eine Feldauffahrt ausweichen müssen, sagt Alfred Nuklies. „Wenn dann Sattelzüge kommen oder sich Lkw im Gegenverkehr begegnen, fahren die die Bankette kaputt oder brechen schlimmstenfalls die Asphaltdecke ab. Wer bezahlt die Reparatur? Als Gemeinde bleiben wir dann auf den Kosten sitzen“, weiß er. Die Leute im Dorf würden schimpfen. Etliche hätten sich diesbezüglich auch an ihn gewandt und gebeten, Bürgermeister unternimm was.

Deshalb habe er sich an das Sternberger Ordnungsamt gewandt und auf die Problematik aufmerksam gemacht, erklärt Nuklies.

Zuständig für die Arbeiten ist das Straßenbauamt Schwerin. Das hatte vorab in einer Presseerklärung auch angekündigt: „Für beide Maßnahmen wird der Lkw-Verkehr großräumig umgeleitet“.

SVZ sprach mit Sachgebietsleiter Guido Wunrau vom Straßenbauamt. „Wir haben mitbekommen, dass Fahrzeugführer diese Strecke benutzen und nicht die offiziell ausgeschilderte Umleitung über die L 101 und B 104. Die genannten Gemeindestraßen sind nicht Last beschränkt und so kann ein jeder sie benutzen“, erklärt Wunrau.

Er rechnet damit, dass sich die Situation jetzt entspannen dürfte. Ab der kommenden Woche soll die Ortsdurchfahrt Brüel wieder offen sein. Das Straßenbauamt hatte Asphaltarbeiten bis zum 13. August angekündigt. Abschließende Arbeiten und die Schacht- und Schieberinstandsetzung in der August-Bebel-Straße / Wariner Straße in Brüel sollen unter Abschnitts weiser halbseitiger Sperrung der Bundesstraße erfolgen und der Verkehr mittels Ampelschaltung an der Baustelle vorbei geleitet werden.

Wunrau weist aber auch darauf hin, dass „das Straßenbauamt für die Bundes- und Landesstraßen zuständig ist“.

Für Gemeindestraßen ist die Verkehrsbehörde des Landkreises in Verantwortung. Auf SVZ-Nachfrage heißt es aus der Pressestelle, dass es bislang keine Meldungen der Polizei über Unfälle auf besagter Gemeindestraße gebe und auch keine Hinweise von Seiten der Gemeinde über mögliche Auswirkungen für deren Straßen. Allerdings sehe man auch von kreislicher Seite keine Möglichkeit, Lkw die Straßenbenutzung zu untersagen, da nicht gegen geltendes Recht verstoßen werde, so die Pressestelle.

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