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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 22:02 Uhr

Sternberg : Baustelle auf dem Mecklenburgring

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Halbseitige Sperrung der Bundesstraße mit Ampelregelung: Die Kanalschächte werden saniert, danach wird an anderer Stelle teils ein neuer Fahrbahnbelag aufgetragen.

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2014 | 17:09 Uhr

Die Anwohner am Mecklenburgring wird es freuen, Insassen von Pkw, die auf der Magistrale durch Sternberg rollen, nicht minder. In Richtung Brüel gibt es in kurzen Abständen etwa ab Ampelkreuzung immer wieder einen Ruck, wenn das rechte Rad auf einen Gullydeckel kommt. Schwere Laster verursachen Getöse, das Anwohner nervt. Seit Mittwoch werden die Abdeckungen der Kanalschächte zwischen Finkenkamp und Bahnübergang „grundhaft in Stand gesetzt“, wie es aus dem Straßenbauamt Schwerin heißt.


Halbseitige Sperrung bis Montagfrüh


Sternbergs Bürgermeister Jochen Quandt hatte auf der Stadtvertretersitzung in der ersten Aprilhälfte Bauarbeiten auf dem Mecklenburgring angekündigt, ein Termin aber stand seinerzeit nicht fest. Jetzt ging es Knall auf Fall los. Von kurz hinter der Ampelkreuzung bis zum Schäferkamp ist die Bundesstraße halbseitig gesperrt. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Das wird bis Montagfrüh, bevor der Berufsverkehr beginnt, so bleiben, erfuhr SVZ auf Anfrage. Mitte nächster Woche wird noch einmal halbseitig gesperrt, wenn um die Schächte herum asphaltiert wird. Die Sanierung verlange laut Straßenbauamt diese Zeit, damit sie auf längere Sicht den enormen Belastungen auf der viel befahrenen Durchfahrtsstraße, die hier B 104 und 192 vereint, standhalten. Besonders der Lkw-Verkehr hat dem 1993 erneuerten Mecklenburgring stark zugesetzt und an den Abdeckungen der Kanäle Schäden hinterlassen. Die Schwachstellen liegen zwischen dem Kanaldeckel und dem Schacht darunter sowie an der Einfassung rund um den Deckel. Fachleute haben ermittelt, dass die Überfahrt eines 40-Tonners die Straße so stark belaste wie 70 000 Pkw. Vor knapp zwei Jahren sind ab Ortseingang von Güstrow aus bis zur Rudolf-Breitscheid-Straße rund 30 Schächte, die dort alle in der rechten Fahrbahn stadteinwärts liegen, erneuert sowie 15 zurückgebaut worden. In dem Zuge wurde eine Fahrbahnhälfte neu asphaltiert.

Jan Schulz wohnt am Mecklenburgring, direkt an der großen Kreuzung – und fährt einen Lkw, manchmal mit Anhänger. Er weiß, wie laut es auf den Abdeckungen der Schächte scheppert. „Wenn kein Gegenverkehr ist, fahre ich etwas zur Mitte, um nicht auf die Kanaldeckel zu geraten. Tagsüber geht das allerdings kaum, eher schon in der Nacht“, sagt der Sternberger.


Anschluss der B 192 wird voll gesperrt


Unter der Straße liegen zwei Kanäle nebeneinander – einer für Regen- und einer für Schmutzwasser. Die Schächte werden vor allem benötigt, um das Gerinne zu spülen und mit Kameras zu untersuchen. Diese sind fahrbar und erfassen Strecken von 60 bis 80 Meter in jede Richtung.

Nachdem die Kanaldeckel saniert sind, sollen nächste Woche Asphaltarbeiten auf dem anderen Teil des Mecklenburgrings beginnen. Aus Richtung Güstrow kommend wird auf einer Gesamtlänge von 850 Metern die linke Fahrbahnhälfte von der Einmündung der B 192 bis zum Walter-Rathenau-Platz und von dort bis zur Seestraße die gesamte Fahrbahn erneuert. Am Donnerstag, 15. Mai, sind dort die Fräsarbeiten zwischen Ortsausgang und Seestraße vorgesehen. Gleich im Anschluss, am Freitag und Sonnabend, geht es mit den Asphaltierungsarbeiten weiter. Dazu erfolgt auch dort eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße, der Verkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt. Vollgesperrt wird indes von Sonnabend bis Sonntagabend der Anschluss der B 192. Dafür wird eine Umleitung über Pastin ausgeschildert.

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