Borkow : Bauschutt wird zu Straßenbaustoff

Kurze Pause, bis der nächste Transporter kommt. Baggerfahrer Robert Lange aus Groß Rogahn hat mittels Hydraulikzange die Reste des einstigen DDR-Blocks in Borkow verladefähig zerkleinert.
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Kurze Pause, bis der nächste Transporter kommt. Baggerfahrer Robert Lange aus Groß Rogahn hat mittels Hydraulikzange die Reste des einstigen DDR-Blocks in Borkow verladefähig zerkleinert.

In zwei Wochen ist vom DDR-Block nichts mehr zu sehen / Reste kommen in die Anlage nach Weitendorf.

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24. September 2015, 18:12 Uhr

In zwei Wochen ist vom einstigen DDR-Block mit seinen 32 Wohneinheiten nichts mehr zu sehen. Dann wächst buchstäblich Gras über die Fläche an der B 192 in Borkow. Nach der Entkernung riss die mit dem Abbruch betraute Firma „Otto Dörner Kies und Umwelt Mecklenburg GmbH & Co. KG“ mit Sitz in Crivitz bis zu 11. September die vier Aufgänge ab (SVZ berichtete). Dabei wurden bei den Ofenverkleidungen geringe Mengen an Asbest gefunden. „Aber nicht der Rede wert“, so Baggerfahrer Robert Lange aus Groß Rogahn gestern.

Derzeit werden die Schuttberge in die firmeneigene Anlage nach Weitendorf bei Sternberg gebracht, um sie dort zu Straßenbaustoffen zu verarbeiten. Altstoffe wie die am Schuttberg zuhauf anfallenden Eisenteile werden in Weitendorf „von einem Magnetband aussortiert“, so Lange, der seit acht Jahren für „Dörner Abbruch“ tätig ist.

Auf der Borkower Baustelle hat sich indes die Schuttmenge erhöht. Statt den von Norbert Pfeiffer, Fachbereichsleiter Abbruch, vor dem Abriss geschätzten „2400 und 3000 Tonnen Beton“ rechnet man jetzt mit bis zu 4000 Tonnen. „1000 Tonnen sind schon weg nach Weitendorf“, so Lange.

Gestern herrschte reger Verkehr an der Baustelle. Denn die ca. 1,5 Meter tiefe Grube wird parallel zum Abtransport des Schutts sogleich wieder mit Kies gefüllt. Der komme aus Kobrow sowie aus dem Otto Dörner gehörenden Kieswerk Krassow. Lange: „Der Kies wird noch verdichtet. Darüber kommt dann Mutterboden, Gras wird eingesät; und fertig ist die Sache.“ Zuvor muss freilich auch noch der Gehweg vor den vier Aufgängen aufgenommen werden. Dann kann auf dem Areal das Gras wachsen; bis eventuell mal eine Lückenbebauung erfolgt…

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