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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. November 2017 | 04:56 Uhr

Dabel : Bauschutt in Wald gekippt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Umweltsünder muss sich ausgekannt und ein größeres Fahrzeug benutzt haben.

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Entrüstet meldete sich unser Leser Harry Hermann aus Dabel am Heißen Draht. Denn in einem Waldstück sei eine große Fuhre Bauschutt abgekippt worden. Am Sonntagnachmittag habe er diesen Umweltfrevel bemerkt. Da er erst am Donnerstag zuvor an dieser Stelle gewesen sei und dort noch kein Schutt gelegen habe, müsse das jemand in der Zeit gemacht haben. Wie der Dabeler erzählte, sei er mit seiner Frau oft in dem Wald unterwegs, um spazieren zu gehen und bei der Gelegenheit nach Pilzen zu sehen. „Es ist dort einfach schön“, findet Harry Hermann. Dort würden viele Leute gehen.

Der Schuttberg besteht vor allem aus alten Betonteilen, die vom Abriss eines Nebengelasses samt Einfahrt stammen könnten. Dafür sprechen dicke Platten, teils ganz, halb oder zerbrochen, sowie viele kleinere Brocken. Dazwischen liegen auch Fliesen, von denen einige ungebraucht aussehen, sowie ein Stück Wasserschlauch.

Wer das alles dort illegal entsorgt hat, muss sich anscheinend in dem Waldstück auskennen. Für einen Ortsunkundigen ist am Anfang des durch ein Schild gesperrten Waldweges, der von dem in Richtung Dabel-Wohland abgeht und rund 200 Meter zu der Stelle führt, wo der Bauschutt abgekippt wurde, nicht ersichtlich, dass ein größeres Fahrzeug weit kommt und gegebenenfalls wenden kann.

Der ganze Schutt sei nicht mit einem Pkw-Anhänger dorthin gebracht worden, meint auch der Dabeler Bürgermeister Herbert Rohde, der nach einer entsprechenden SVZ-Anfrage selbst vor Ort war. „Das ist schon sehr deftig.“ Da müsse jemand ein schwereres Fahrzeug, vielleicht einen Kleintraktor mit Anhänger oder ähnliches, genommen haben, mit dem er alles schnell erledigen konnte, so Rohde. Am Anfang des Weges, wo der Boden feucht ist, sind frische Reifenspuren zu erkennen, ein Stück höher, wo es fester und sandiger wird, dagegen nicht mehr. „Es ist schon kurios, an der selben Stelle, fast auf den Meter genau, wurde schon einmal Betonbruch abgekippt“, sagt Rohde. Er gebe den Vorfall an das Sternberger Ordnungsamt und das wahrscheinlich an den Landkreis. Da es sich um Wald handele, stehe die Gemeinde nicht in der Pflicht, so der Bürgermeister.

Natürlich werde erst einmal versucht, den Umweltsünder zu ermitteln. Für den könne die ganze Angelegenheit um einiges teurer werden, als wenn er den Bauschutt zu einem Recyclinghof gebracht hätte.

 

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