Warin : Bauplanung am Neuklosterweg vorerst abgelehnt

andreas spriewald
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In der Wariner Stadtvertretung geht die Kampfabstimmung zum Feststellungsbeschluss 6:7 aus. Die Überplanung soll großflächiger erfolgen.

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26. April 2015, 22:27 Uhr

Dass die Stadtvertretung es beim Aufstellungsbeschluss für eine Bauplanung am Neuklosterweg so spannend macht, hatte vorher wohl kaum jemand erwartet. Es kam zur Kampfabstimmung, und bei einem 6:7 fiel die Beschlussvorlage durch.

Der Privateigentümer des Areals will ein Einfamilienhaus errichten. Dennoch muss es von der Stadt überplant werden. Die Übernahme der Kosten für den B-Plan würde ein städtebaulicher Vertrag regeln, so dass der Stadt keine entstehen würden. So sah das der Beschlussentwurf vor, den der Bauausschuss zuvor erörtert und befürwortet hatte.

Doch Andreas Spriewald (Die Linke), 1. Stellvertreter des Vorsitzenden in dem Ausschuss, machte eine Kehrtwendung. Nach der Sitzung seien ihm Bedenken gekommen, ließ er die Stadtvertreter wissen. Es wäre sinnvoller, angrenzende Flächen in eine Überplanung einzubeziehen. Ihm missfalle zudem, dass im Außenbereich gebaut werden soll und das Stadtzentrum vernachlässigt bleibe.

Torsten Ries (SPD) schlug in die gleiche Kerbe, nannte nur nicht so detailliert wie Spriewald die Flächen, die in die Überplanung einbezogen werden sollten. Allerdings wundere ihn, dass auf dem 17 000 Quadratmeter großen Grundstück nur ein Einfamilienhaus vorgesehen sei.

Bürgermeister Michael Ankermann (CDU) warb für den Feststellungsbeschluss. Der sei noch nicht mehr als eine Willensbekundung für eine Planung. Über den B-Plan werde erst dann beraten. Außerdem sehe er das Grundstück gleich vorn in dem Dreieck am Neuklosterweg nicht im Außenbereich, sondern als Verbindung zwischen dem und Stadtzentrum. Er brachte mit der CDU-Fraktion die sechs Ja-Stimmen zusammen. Hans Peter Gossel (Für Warin) hatte sich für befangen erklärt, war bei Diskussion und Abstimmung heraus, sein Fraktionskollege Timo Untrieser im Urlaub. So kippten SPD, Die Linke und Bürgernahe Wählergemeinschaft gemeinsam die Beschlussvorlage.

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