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Unübersehbar : Bauernprotest an der B 106 in Wismar Rothentor-Nord

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Vorjahr gaben allein in NWM vier Bauern auf, darunter in Metelsdorf und Grambow.

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 16:41 Uhr

„Die Schilder bleiben erst einmal“, so Georg Maas gestern gegenüber SVZ. Der Lützower gehört zu den 2005er-Gründern des BDM-Nord, der später mit dem Süden zum Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) verschmolz. Aktuell zählt dieser 17 000 Mitglieder. Sohn Torsten Maas ist Kreisteamleiter des BDM im Nordwestkreis und habe mit anderen an drei Stellen im Kreis die Schilder aufgestellt. „Den Wegfall der Milchqoute wollten wir Bauern“, bekennt Maas, der sich freilich Regelungen erhofft(e), dass das Ganze nicht ins Uferlose abgleitet. „Wir stehen kurz vorm Super-GAU. Mit dem Russland-Boykott hat das wenig zu tun. Das wird zwar immer vorgebracht, ist aber falsch.“ Der russische Milchmarkt war vorher schon aus politisch motivierten veterinär-hygienischen Begründungen sehr zurückgestutzt.

Schuld sei die Milchüberproduktion seit Freigabe: „In Holland 13, Irland ca. 20 Prozent und Deutschland waren es 1,7 Prozent mehr. Letzteres höre sich „wenig an, ist bei 30 Milliarden Kilo Milch im Jahr 2015 aber viel“, so Maas.

Im Vorjahr gaben allein in NWM vier Bauern auf, darunter in Metelsdorf und Grambow. Aktuell gebe es 25 - 26 Ct/Liter Milch; auskömmlich wären 40. Maas: „Wir wollen ja auch was verdienen.“

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