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Blankenberger Bahnhof im Miniformat : Bahnhofsmodell mit Häusern aus Kuchenpappe

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Michael Busch, Horst Kremp und Klaus Schenzel bauen gerade den Blankenberger Bahnhof mit Gebäuden und Gleisen als Modell nach, wie er 1945 ausgesehen hat. Sie freuen sich, dass sie diesen Ein-Euro-Job bekommen haben.

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2012 | 08:57 Uhr

Blankenberg | "Es macht viel Spaß. Man ist ja auch ein bisschen stolz, was entstanden ist. Schließlich muss man sich auch Gedanken machen, wie man etwas baut. Das ist aus Pappe schon komplizierter als nur einen Bausatz zusammen zu stecken", sagt Klaus Schenzel und zeigt auf die Anlage. Auf einer 4,50 Meter langen und 1,30 Meter breiten Holzplatte im Blankenberger Gemeindehaus lassen drei Männer in akribischer Arbeit Gebäude neu entstehen, von denen es die meisten nur noch auf Fotos oder anderen Abbildungen gibt. Michael Busch, Horst Kremp und Klaus Schenzel freuen sich, über den Förderverein in Kobrow diesen Ein-Euro-Job bekommen zu haben. Sie bauen den alten Bahnhof in Blankenberg als Modell nach mit Gebäuden und Gleisen, in der Nenngröße TT und - mit sehr wenig Geld für Material. Doch das ist zugleich auch ihre Herausforderung. Ihre Werkzeuge sind Lineal, Bleistift, Pinzette, Cuttermesser und ganz viel Kuchenpappe. Denn die, doppelt geklebt, kann sehr gut für den Bau der Gebäude verwendet werden. (SVZ berichtete)

Und die sind jetzt komplett fertiggestellt: Bahnhof, neues Stellwerk, Bahnmeisterei, Wasserturm, Güterbahnabfertigung, Fahrkartenhäuschen, altes Postgebäude, Wohngebäude in der Eisenbahnstraße... Einige Häuser kennt Horst Kremp noch aus der Erinnerung. "Wie den Paketdienst und den runden Platz. Ich bin als Lehrling mit der Bahn von Güstrow, dort war die Berufsschule, nach Blankenberg gefahren", sagt der 57-Jährige. Die Laderampe gibt es heute nicht mehr. Das Wiegehaus für die Waggons dagegen steht noch, nur die Waggonwaage sucht der Fahrgast im Jahr 2012 vergebens. Nicht im Blankenberger Modell. Ebenso für künftige Generationen bewahrt bleiben die beiden Fahrkartenhäuschen. "Wir haben sie so auf alten Bildern gesehen", erklärt Kremp. Die drei Männer lassen den Bahnhof in der Zeit um etwa 1945 wieder entstehen.

Zurzeit bauen sie Sitzgruppen, Signale und Masten. "Wir müssen auch noch Stromleitungen ziehen", sagt Schenzel. Mit Bürgermeister Peter Davids, der regelmäßig bei ihnen einguckt, sind sie sich einig, dass das Kleinpflaster auf dem großen Platz so noch nicht bleiben kann. "Dem Bürgermeister gefällt das Grau nicht, aber er hat ja Recht", meint Klaus Schenzel. Er selbst wünscht sich noch viele Figuren, die dem Modell erst Leben geben. Sie zu kaufen, dafür fehlt das Geld. "Helga Selch aus Blankenberg hat uns einige Autos gesponsert", freut er sich. Und von Manfred Lallemand aus Brüel gab es Autos und Bäume. "Manfred hat den ersten SVZ-Beitrag über uns gelesen und mich darauf hin angesprochen, ob wir noch Kleinteile suchen", sagt Horst Kremp. Beide kennen sich vom Angeln.

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