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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

25. November 2017 | 05:12 Uhr

Sternberg : Bäume fielen im Minutentakt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Sturmtief „Elon“ sorgte in der Region für reichlich Einsätze der freiwilligen Feuerwehren / Nur im Raum Warin blieb es ruhiger.

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 18:35 Uhr

Das Sturmtief „Elon“ erreichte gestern gegen Mittag auch das Sternberger Seenland und hinterließ seine Spuren. Der Himmel verdüsterte sich zusehends, der Niederschlag peitschte an die Fensterscheiben. Wohl dem, der nicht unterwegs sein musste. Orkanartige Windböen, teilweise von starkem Regen begleitet, hielten die Einsatzkräfte mehrerer freiwilliger Feuerwehren aus der Region ständig auf Trab.

Um die Mittagszeit folgte eine Meldung auf die andere, die stets nur ein Thema kannten: umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, die zur Gefahr für Autofahrer wurden oder gar Straßen blockierten. Innerhalb von zehn Minuten – zwischen 12.01 und 12.11 Uhr – wurden drei solcher Fälle gemeldet.

Die Brüeler Feuerwehr wurde laut dessen Leiter Torsten Reiher gleich zu zwei Einsätzen gerufen. „Auf dem Weg zum Roten See mussten wir eine große Tanne von der Straße räumen. Und in Richtung Thurow lag der Teil einer Baumkrone unten.“

Bäume auf den Straßen gab es auch auf der Bundesstraße 104 in Witzin in Fahrtrichtung Güstrow sowie unweit davon auf der Straße zwischen Mustin und B 104 am Wald auf Höhe der Bungalowsiedlung Am Scharbowsee. Hier hatte „Elon“ vier Bäume umgeworfen. Mit acht Mann war die Mustiner Wehr draußen und brauchte eine gute Stunde, um die danieder liegenden Nadelbäume zu zersägen und die Straße wieder passierbar zu machen. „Wenn bei Sturm was geschieht, dann ist es
eigentlich immer dort. Die großen Kastanien entlang dieser Straße halten dagegen stand“, bemerkte Wehrführer Mirko Koynowski und ergänzt: „Scheinbar sind sie noch nicht so krank…“

Eine Stunde später, um 13.06 Uhr, musste die B 104 halbseitig gesperrt werden. Diesmal im Gegensatz zu vorher in Fahrtrichtung Schwerin. Hier hatte „Elon“ in Höhe des Parkplatzes zwischen Kuhlen und Brahlstorf einen Baum flachgelegt.

Fast zur gleichen Zeit ging in Sternberg die Sirene. Auf der schmalen Asphaltstraße zwischen der B 192 bei Holzendorf und Kobrow II gab es an zwei Stellen dicht hintereinander kein Durchkommen wegen umgestürzter bzw. abgebrochener Bäume und Äste. Von einer Seite beseitigten Mitglieder der FFw Kobrow das Hindernis, zur anderen rückten die aus Sternberg an.

„Das ist wohl erst der Anfang. Ich fürchte, am Wochenende wird es noch schlimmer“, meinte der Sternberger Wehrführer Eckardt Meyer nachdenklich. Die Frage erhöhter Alarmbereitschaft stelle sich für die Feuerwehren aber nicht, „denn sie müssen immer einsatzbereit sein und sind es auch“, so Meyer. Da sich dieses Sturmtief für seinen Höhepunkt wahrscheinlich das Wochenende ausgesucht hat, sind die meisten Feuerwehrleute somit verfügbar und nicht sonstwo auf Arbeit.

Die nächste Vollsperrung gab es 13.54 Uhr in Jülchendorf in Richtung Kaarz. Nach getaner Arbeit vor der Haustür wurden die Brüeler von der Leitstelle erneut losgeschickt. Dort fertig, ging es in Brüel, Richtung Golchen weiter. Hier mussten am Nachmittag gleich zweimal umgestürzte Bäume beseitigt werden

Relativ ruhig hingegen war es gegen 13 Uhr noch im Wariner Gebiet. Die Wehr der Zwei-Seen-Stadt wurde kurz nach Mittag lediglich nach Büschow gerufen, da ein Ast auf der Straße lag. „Oft ist es bei uns kurios: Erst wenn der Sturm vorbei ist, fallen Bäume um“, meinte der Wariner Löschmeister Torsten Ries gegenüber SVZ. Die Ruhe vor dem nächsten Sturm in der dortigen Region bestätigte auch Jesendorfs Wehrchef Thomas Jahn: „Wir haben nix.“

Aber im Raum Mestlin/Techentin gab es einiges Holz von der Straße bzw. aus einer Telefonleitung zu holen.

 
 

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