Warin : Babygeld – wer zahlt noch?

50-Euro-Gutschein im Juni 2015 für die jüngsten Bürger der Gemeinde Kobrow: (v.r.) Regina von Walsleben mit Christiane (Dessin) sowie die Kobrower Elke Ludwig mit Rosalie, Jördis Wahls und Dirk Menzlin mit den Zwillingen Jari und Arvid sowie Martin Kuhlmann mit Arthur.
50-Euro-Gutschein im Juni 2015 für die jüngsten Bürger der Gemeinde Kobrow: (v.r.) Regina von Walsleben mit Christiane (Dessin) sowie die Kobrower Elke Ludwig mit Rosalie, Jördis Wahls und Dirk Menzlin mit den Zwillingen Jari und Arvid sowie Martin Kuhlmann mit Arthur.

Diskussion im Wariner Sozialausschuss.

svz.de von
05. Februar 2016, 21:00 Uhr

Vor 15 Jahren gab es dies noch allerorten – das Babygeld. Teilweise bis zu 1000 D-Mark. Doch im Zuge der klammen Kassenlage strichen die Kommunen die Willkommensprämie für Neugeborene. So zahlte z. B. die Stadt Sternberg letztmalig im Jahr 2003.

Heutzutage hält im Amt Sternberger Seenlandschaft nur noch die Gemeinde Weitendorf am Babygeld fest. Aus 1000 Mark wurden 500 Euro. In Kobrow entschied man sich ab 2011 für einen 50-Euro-Gutschein. „Auch wir konnten es uns nicht mehr leisten, aber gleichzeitig wollten wir es nicht ganz einschlafen lassen“, so Bürgermeister Olaf Schröder. Von 2001 bis 2010 wurden 1000 Mark/500 Euro gezahlt.

Im Amt Neukloster-Warin gibt’s Babygeld lediglich in Neukloster und Zurow – jeweils 250 Euro. In Warin war das Thema jetzt auf der Tagesordnung im Sozialausschuss der Stadtvertretung. Eine Neu-Bürgerin hatte angefragt, warum es kein Baby-Begrüßungsgeld gebe. Zwischen 1998 und Ende 2004 waren es in Warin 1000 Mark/ 500 Euro – seinerzeit unter Bürgermeister Hans-Peter Gossel. „Der beabsichtigte Effekt mehr Kinder ist aber nicht eingetreten“, so Gossel, der gegenüber SVZ hinzufügte: „Wichtiger ist das Umfeld für Kinder als irgendwas zu prämieren. Ein Irrsinn, so was überhaupt in die Diskussion zu bringen.“ Die Haushaltslage gebe es gar nicht her.

Auch der Wariner Sozialausschuss bleibt kritisch. „Wenn man nichts hat, kann man nichts verteilen“, so Ausschussmitglied Barbara Meier. Die Thematik wurde in die Fraktionen verwiesen.

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