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Bei Fräsarbeiten im Plan : B 104: Ab morgen wird asphaltiert

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Kraftfahrer brauchen derzeit Geduld auf der B 104 zwischen Sternberg und Weitendorf. Das zuständige Straßenbauamt Schwerin erneuert die Deckschicht.

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 06:42 Uhr

Sternberg | Pech gehabt, die Ampel schaltet gerade auf Rot. Motor aus und warten. Nach etwa einer Minute, die mindestens doppelt so lang erscheint, rollt zunächst ein Laster aus dem Baustellen bereich heran, dann endlich der erste der ungezählten Pkw aus der Gegenrichtung, dazwischen Transporter, Lkw, Bus. Einige Autofahrer lassen riesige Lücken, warum auch immer. Jetzt um die Mittagszeit schaffen es dennoch alle in einer Grünphase, bei stärkerem Verkehr wohl kaum, den Trödlern sei Dank. Ein Nachzügler braust noch heran, die Baustellenampel gegenüber leuchtete sicher schon orange oder gar tief kirschrot. Fünf Minuten sind um - Grün!

Kraftfahrer brauchen derzeit Geduld auf der B 104 zwischen Sternberg und Weitendorf. Vom Bahnübergang bis zum Kieswerk , eine Länge von etwa 3,5 Kilometern, erneuert das zuständige Straßenbauamt Schwerin die Deckschicht. Die Kosten von rund 400 000 Euro trägt komplett der Bund.

Die Fräsarbeiten liegen im Plan. Am Mittwoch waren zwei Maschinen im Einsatz, gestern reichte eine. Sie ist kurz vor der Baustellenampel angekommen, ein voller Kipper fährt davon. Der nächste ist schon da, aber die Fräsmaschine rollt zum Ausgangspunkt zurück, ihre Arbeitsbreite reicht nicht für die komplette Fahrbahnhälfte. Bevor es an den Reststreifen geht, wird Wasser nachgefüllt. Das dient zur Kühlung und um Staub zu binden. 5000 Liter fasst der Tank, ausreichend für ca. anderthalb Stunden Fräsen. 12 000 bis 15 000 Quadratmeter am Tag kann diese Maschine schaffen. 4,7 Zentimeter tief kommt der Asphalt herunter. Der rollende Verkehr auf einer Fahrbahnhälfte und die Bautechnik auf der anderen kommen anscheinend mühelos miteinander klar, auch wenn es bei manchen Lastern enger wird.

Damit die Wartezeiten bei Rot nicht zu lang sind, hat das Straßenbauamt den Abstand zwischen beiden Baustellenampeln hier auf höchstens 500 Meter festgelegt. Das wird auch kontrolliert; als es gestern beim Weiterrücken der Fräs maschine einmal an die 800 Meter waren, gab es einen Rüffel.

Morgen und am nächsten Sonnabend ist allerdings mit stärkeren Verkehrs behinderungen zu rechnen, dann wird

jeweils eine Fahrbahnhälfte asphaltiert und die halbseitige Sperrung auf über 1000 Meter ausgedehnt. "Wir hoffen, die lange Strecke auf diese Weise an einem Tag hinzubekommen", sagte Heike Bremer aus dem Straßenbauamt gegenüber SVZ. An den Sonnabenden, wenn weniger Verkehr ist als wochentags, soll die Bundesstraße vom Kieswerk bis zum Ortseingangsschild von Sternberg ihre neue Asphaltdecke erhalten, der rest liche Abschnitt bis zum Bahnübergang, der wesentlich kürzer ist, im Verlauf der kommenden Woche. "Natürlich muss

alles passen, das Wetter und ebenso die gleichmäßige Anfuhr von Asphalt. Doch ich bin optimistisch", so Bremer.

Wegen der erweiterten Baulänge gäbe es am Sonnabend keine festen Ampelphasen, sondern eine manuelle Regelung, die dem Verkehrsaufkommen angepasst werde. Dadurch sollen Leerlauf bei Grün und unnötige Wartezeiten bei Rot vermeiden werden. Das Straßenbauamt bittet dennoch, diesen Streckenabschnitt möglichst weiträumig zu umfahren.

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